Polizei warnt vor russischen Unbekannten

Frau zahlte Betrüger große Geldsumme

Homberg. Einen größeren Geldbetrag verlor eine Frau im nördlichen Landkreis, die aus dem russischen Sprachraum stammt. Sie hatte das Geld einem Betrüger übergeben.

Vorausgegangen war der Anruf eines russisch sprechenden Anwalts, der nach Angaben der Polizei erklärte, der Sohn der Frau habe bei einem Sturz ein Mädchen verletzt.

Der Sohn selbst könne nicht telefonieren, da ihm mehrere Zähne fehlen würden. Um einen Gefängnisaufenthalt ihres Sohnes in Russland zu vermeiden, solle sie einen größeren Bargeldbetrag bezahlen.

Kurze Zeit später habe ein junger Mann an der Wohnungstür geklingelt, dem sie das Geld übergab. Daraufhin verließ er wieder das Haus.

Die Polizei beschreibt den Mann folgendermaßen: Er ist etwa 1,70 Meter groß, 25 Jahre alt, hat einen dunklen Teint, schmales Gesicht, dunkle kurze Haare, schlanke Figur. Er trug ein dunkles Hemd und einen braunen Blouson.

Zehn identische Fälle im Kreis

Nach Darstellung der Polizei wurden im Schwalm-Eder-Kreis bislang zehn identisch gelagerte Fälle bekannt. In acht Fällen blieb es allerdings beim Versuch. Die Polizei geht davon aus, dass es weitere Anrufe gab und auch noch geben wird. Bekannt sind bislang Vorkommnisse aus dem Werra-Meißner-Kreis, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie außerhalb Hessens. • Hinweise: Polizei Homberg, Tel. 0 56 81/7740.

Die Polizei warnt vor unbekannten, russisch-sprechenden Telefonanrufern. In letzter Zeit würden aus Russland stammende ältere Mitmenschen Opfer von Betrügern.

Die Anrufer täuschten vor, dass ein Familienmitglied in einer Notlage sei und dringend Geld benötige, um sie vor schlimmen Konsequenzen zu bewahren. Die Polizei rät, auf die Forderungen der unbekannten Anrufer nicht einzugehen, sich die Telefonnummer zu notieren und nicht zurückzurufen. (ras)

Quelle: HNA

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