Dynamik lässt jedoch spürbar nach

Arbeitslosen-Bilanz für 2012: Frauen profitierten am meisten

Schwalm-Eder. Eine positive Jahresbilanz zog die Agentur für Arbeit in Korbach, zuständig für die Landkreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg, für das vergangene Jahr.

Insgesamt waren 2,3 Prozent weniger Arbeitslose als 2011 gemeldet, die Quote sank von 5,1 auf 4,9 Prozent. Zudem profitierten vor allem Frauen am meisten von der guten Entwicklung.

Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder präsentierte sich 2012 zufriedenstellend, heißt es in der Mitteilung von Pressesprecherin Cornelia Harberg. Im Schnitt waren 8840 Menschen arbeitslos gemeldet, während es 2011 noch 9050 Personen gewesen seien - ein Minus von 2,3 Prozent.

Auch die Arbeitslosenquote sank von 5,1 auf 4,9 Prozent. Damit setzte sich der Trend des Vorjahres (5,9 Prozent) fort, allerdings nicht mehr so dynamisch wie in den Vorjahren.

Die Erholung im Agenturbezirk sei ausschließlich in besseren Jahreswerten bei den Beziehern von Grundsicherung/Hartz IV (minus 4,5 Prozent) begründet, heißt es. Besonders erfreulich sei, dass die Zahl der Leistungsbezieher um 6,9 Prozent stark zurück gegangen ist und die Zahl der Langzeitbezieher sogar um 7,2 Prozent oder 600 Personen reduziert wurde. Im Bereich der Arbeitsförderung gab es dagegen ein leichtes Plus von 1,4 Prozent.

In erster Linie profitierten Frauen (minus 3,0 Prozent) vor den Männern (minus 1,7 Prozent) und über 50-Jährigen (minus 0,6 Prozent). Bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Älteren ab 55 Jahren ist dagegen ein leichtes Plus an Arbeitslosen festzustellen.

Rückläufig ist im Jahresvergleich allerdings der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen (minus 10,2 Prozent).

Im Schwalm-Eder-Kreis sank die durchschnittliche Arbeitslosigkeit 2012 noch deutlicher. 2011 waren noch 4774 Kreisbewohner im Schnitt als arbeitssuchend registriert, für 2012 meldete die Statistik nur 4575 Personen. Das sind 199 oder 4,2 Prozent weniger.

Erfreulich auch, dass alle Personengruppen den Aufwind nutzen konnten – vorneweg die Frauen (minus 4,9 Prozent), die über 50-Jährigen (minus 3,9 Prozent) und die Männer (minus 3,5 Prozent).

Agenturchef Uwe Kemper betonte jedoch, dass „die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt spürbar nachgelassen hat.“ Sichere Prognosen für 2013 seien nicht möglich.

Wahrscheinlich aber werde das Tempo für neue Jobangebote und erfolgreiche Vermittlungen weiter zurück gehen. (ula)

Quelle: HNA

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