Geschenk zum 90. Geburtstag des Liebenbachbades

Freibad in Spangenberg: Sponsor zahlt die Energiekosten

Die Hauptsponsoren: Von links Karl Höhle (TSV), Lisa Kullmann, Dr. Jörg Kullmann, Christiane Kullmann, Pro Aqua-Vorsitzende Claudia Schenk, Peter Dahnke (Mitgründer Pro Aqua), Marie Kullmann und Bürgermeister Peter Tigges. Fotos: Wenderoth

Spangenberg. 90 Jahre alt und doch so jung. So könnte man den Zustand des Liebenbachbades nach der Übernahme durch den Förderverein „Pro Aqua" bezeichnen. Am Samstag wurde der Geburtstag mit einem Fest gefeiert.

Natürlich gibt es bei Geburtstagsfeiern auch Geschenke. Das schönste und größte überbrachte Dr. Jörg Kullmann. Im Namen der Familie Kullmann und der Geschäftsführung der Firma Wikus sagte er dem Verein für zunächst drei Jahre die Übernahme der Energiekosten von jährlich 35.000 Euro zu.

Kullmann sagte, das Bad solle nicht nur für ein oder zwei Jahre, sondern möglichst noch mehrere Generationen weiterbestehen.

Viel Besucher befanden, dass das Bad das schönste Familienbad der Region ist. Dies ist den Machern des Vereins um Vorsitzende Claudia Schenk und Vorstandsmitglied Ralf Beckmann zu verdanken. Dafür erhielt der Verein bei der Geburtstagsfeier viel Lob.

Für die vielen hundert Gäste gab es am Samstag ein umfangreiches Angebot. Unter anderem eine Fotoausstellung, ein Auftritt des Shanty-Chores und die Disko mit DJ Steven Spurek.

Besonders viele junge Leute beteiligten sich am Sponsorenschwimmen. Nachdem einige von ihnen ihre Schwimmabzeichen (siehe Hintergrund) erhalten hatten, ging es ins Wasser. Für jede Bahn gab es von Sponsoren einen vorher festgelegten Betrag, der an Pro Aqua geht. Niklas Berthel legte sich richtig ins Zeug und schwamm 42 Bahnen, von denen jede von der Firma Holzbau Kühlborn mit einem Betrag von fünf Euro honoriert wurde.

In ihrer Begrüßungsansprache erinnerte Claudia Schenk auch an die tragischen Ereignisse der vergangenen Tage. „Wir sind heute hier, um zu feiern, das wollten die Menschen in Nizza auch. Den Betroffenen gilt unser Mitgefühl.“ Schenk rief dazu auf, nicht nachzugeben beim Engagement für das Bad. Sie dankte allen Helfern und Sponsoren. Sie rief die Spangenberger auf, das Bad regelmäßig zu besuchen. Dass das Bad gut angenommen werde, habe der vergangene Sonntag mit über 600 Besuchern bewiesen. Hohe Besucherzahlen seien aber auch nötig, um die Kosten von jährlich rund 70 000 Euro aufzufangen. Mit der großzügigen Spende der Familie Kullmann und von Wikus haben die Verantwortlichen jetzt gute Hoffnung, auch in Zukunft das Bad in Vereinsregie zu betreiben. Der Verein ist mittlerweile auf über 300 Mitglieder angewachsen. Trotzdem werden weitere Unterstützer benötigt.

Bürgermeister Peter Tigges lobte die Initiativen des Vereins. Die Mitglieder hätten enorm viel geschaffen und das Liebenbachbad zu einem Geschenk für die Spangenberger gemacht.

Quelle: HNA

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