Freibad Ziegenhain hat Sanierungsbedarf in Millionenhöhe

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Geldregen ist notwendig im Freibad Ziegenhain: Auf unserem Archivfoto aus 2015 die Schwimmmeister links Frank Schulz und rechts Helmut Bohndorf.

Enorme Schäden und ein veraltetes Rohrleitungssystem: Das Ziegenhainer Freibad befindet sich vor der nunmehr erhofften Eröffnung am 30. Mai in schlechtem Zustand. Die Not ist so groß, dass das Baby-Becken in der aktuellen Saison schon nicht mehr genutzt werden kann. Es ist in der vergangenen Woche bereits bis zum Fundament abgetragen worden.

„Die Schäden sind enorm“, bestätigte Erster Stadtrat Detlef Schwierzeck auf HNA-Anfrage. Deshalb werde sich das Schwalmstädter Parlament näher dem maroden Zustand des Freibads beschäftigen. Ebenfalls auf der Agenda stehen die Umkleidebereiche, die Sanitäranlagen und das Nichtschwimmerbecken. Letzteres sei aber in der aktuellen Saison noch wie gewohnt von Badegästen nutzbar, erklärte Schwierzeck.

Defekte hätten sich nach technischen Untersuchungen nicht nur im Bereich der Überlaufrinne gezeigt - hier sei das Material veraltet - sondern auch im Bererich der Schwallwasserbehälter und der Filteranlage. Zu viel Wasser gehe durch veraltete Leitungen verloren.

In Summe dürfte sich die komplette Sanierung auf 1,2 bis 1,5 Millionen Euro belaufen, schätzt Schwierzeck. „Das kann nur nach und nach realisiert werden“, stellt der Erste Stadtrat klar.

Für die aktuelle Saison musste die Stadt bereits 100 000 Euro in die Instandhaltung investieren, um Frostschäden zu beseitigen. Im vergangenen Jahr konnte die Stadt über die Eintrittspreise 41 000 Euro einnehmen. Dem gegenüber stünden in den vergangenen drei Jahren allerdings durchschnittliche Ausgaben von 112 000 Euro.

Erst 2010 war das Schwimmerbecken aufwändig saniert und mit Edelstahl ausgekleidet worden - für mehr als eine Million Euro. Damals schoss das Land 900 000 Euro zu.

Quelle: HNA

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