Freibadsaison: Kein Schlag ins Wasser

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Der Schein trügt: Obwohl in den Monaten Mai und August nur wenige Schwimmer den Weg ins Homberger Freibad fanden, hat sich die Zahl der Gesamtbesucher im Vergleich zu den Vorjahren nur wenig verändert.  Archivbild: Brandau

Fritzlar-Homberg. Der Sommer war besser als sein Ruf. Erwin Wiegel von der Gemeinde Knüllwald kann das beweisen: Die Besucherzahlen der Freibäder in Rengshausen und Niederbeisheim waren prima.

Es ist kein Wunder, dass die Schwimmbäder in der Region im Mai und August schlecht besucht waren, war es doch nass und kalt. Der ungewöhnlich heiße Juli hat jedoch dafür gesorgt, dass dennoch fast die Besucherzahlen des Vorjahres erreicht wurden.

Ins Homberger Freibad Erleborn kamen 30 000 Menschen, das sind zwar 1500 weniger als im vorigen Jahr, aber doch genauso viele wie 2008. Was nicht verwundert: Mehr als die Hälfte der Badegäste kam allein im superheißen Juli.

Auch in den beiden Anlagen der Gemeinde Knüllwald in Niederbeisheim und Rengshausen badeten die meisten vor allem im Juli: 12 000 waren es bei insgesamt 25 000 Gästen zwischen Mai und August. Das Jesberger Kellerwald-Schwimmbad besuchten mit 13 000 Gästen genauso viele wie voriges Jahr. "Der Juli hat uns gerettet", sagte Erhard Pretz von der Gemeinde.

Ins Gudensberger Naturbad Terrano kamen in diesem Sommer sogar 2000 Gäste mehr als im Vorjahr. Von den 13 000 Besuchern stürzte sich mehr als die Hälfte allein im Juli ins kühle Nass. Ähnlich sah es bei den Badeseen aus: Mehr als 25 000 Menschen zog es im Juli an die Borkener Stockelache, um der brüllenden Hitze zu entfliehen. Am zweiten Juliwochenende stellte das Thermometer mit 37 Grad einen Rekord auf, die Besucherzahlen an der Stockelache waren ebenfalls so hoch wie nie: Dort wurden an nur zwei Tagen sage und schreibe 10 000 Menschen gezählt, berichtet Siegfried Bank, Geschäftsführer der Borkener Seenlandes.

800 Saisonkarten verkauften die Borkener, 720 Zehnerkarten gingen über den Tresen. Und trotzdem ist die Bilanz dieses Sommers nicht überwältigend. 35 000 zahlende Besucher wurden gezählt (2009: 40 000). Siegfried Bank verweist darauf, dass die Kasse erst ab 9 Uhr öffnet und Kinder unter sechs Jahren keinen Eintritt zahlen. Er schätzt, dass 50 000 Gäste kamen.

Es wird bei diesem Wetter niemanden wundern, dass alle Freibäder in der Region geschlossen sind, obwohl die Badesaison offiziell bis Ende des Monats dauert. Aber nicht nur der Dauerregen ist daran schuld. "Die Erfahrung zeigt, dass ab Ende August kaum noch jemand kommt", sagt Erwin Wiegel.

Wer trotz des miesen Wetters noch baden möchte, dem bleiben nur die Seen. Die Stadt Borken will die Saison an der Stockelache auf jeden Fall bis Ende September laufen lassen. (rax)

Quelle: HNA

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