Dorferneuerung soll helfen

Frielendorf: Der Blick in leere Schaufenster

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Keine Mieter: In der Frielendorfer Geschäftsstraße sind einige Geschäfte verwaist, hier der ehemalige Schleckermarkt.

Frielendorf. Leerstand von Geschäftsräumen, nachlassende Attraktivität des Einzelhandels, zunehmender Internetversand: Ein Problem, das in ländlichen Regionen viele Städte und Gemeinden plagt auch die Gemeinde Frielendorf.

Mit Hilfe der Dorferneuerung wolle man dem Problem begegnen, erklärt Bürgermeister Birger Fey.

Der ehemalige Schleckermarkt, das einstige Tourismusbüro, eine leere Metzgerei, ein verwaistes Gasthaus, ein Schuhladen beim Streifzug durch die Frielendorfer Hauptstraße blickt man in einige leere Schaufenster.

Und durch fehlende Nachfolger könnten es künftig noch mehr werden, befürchtet Joachim Etzel, der als Vorsitzender der Frielendorfer Handels- und Gewerbevereinigung für 60 Mitglieder spricht. Die Inhaber würden immer älter, in einigen Geschäften stünden Generationswechsel an, oft könne kein Nachfolger gefunden werden. Erste Schritte seien bereits mit Ortsbeirat und Gemeinde unternommen worden.

Das bestätigt Bürgermeister Birger Fey. "Uns ist klar, dass die Kerngemeinde gestärkt werden muss. Dennoch ist Frielendorf weit davon entfernt, ein totes Dorf zu sein."

Im Zusammenhang mit der Dorferneuerung werde sich bereits mit dieser Problematik beschäftigt, auch könnte es unter Umständen finanzielle Unterstützung über dieses Förderprogramm geben.

Mit einigen der Eigentümer der verwaisten Geschäftsräume stehe die Gemeinde bereits im Gespräch. Auch der Leerstand im oberen Teil der Hauptstraße, der durch den Umzug des Tourismusbüros in das Rathausgebäude entstanden ist, könnte bald behoben sein, ist Fey sich sicher. Auch hofft er, dass sich für den großen Gasthaus-Komplex ein neuer Pächter finden lässt: "Ich glaube daran, dass es Menschen gibt, die bereit sind, in Frielendorf unternehmerisch tätig zu sein."

Ein zartes Pflänzchen für die Belebung der Frielendorfer Hauptstraße ist bereits am Wachsen, verrät Fey. Ersten Planungen nach könnte auf dem ehemaligen Fabrikgelände Schröder ein Ärztezentrum entstehen.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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