Stefan Gwildis will am 2. Juni mit minimalistischen Mitteln großartige Klänge erzeugen

Kulturzelt: Stefan Gwildis will großartige Klänge erzeugen

Kommt mit „minimalem Besteck“ am 2. Juni ins Kulturzelt: Stefan Gwildis.

Wolfhagen. Eine wichtige Sache im Schaffen des Stefan Gwildis ist zweifelsohne seine gewaltige Live-Performance. Guten Gewissens könnte man ihn als „natural born Rampensau“bezeichnen, so zumindest sieht es seine Konzert-Agentur.

Tatsächlich scheint dem ein Funken Wahrheit innezuwohnen, denn üblicherweise ist der Kleister hinter seinen Tourneeplakaten noch nicht trocken, wenn vorne bereits das Siegel „ausverkauft“ draufgeklebt wird.

Ganz so rosig sieht es für Gwildis’ Auftritt am Sonntag, 2. Juni, ab 20 Uhr im Wolfhager Kulturzelt noch nicht aus, was sich spätestens dann ändern dürfte, wenn sich herumgesprochen hat, dass der Hamburger diesmal mit einem völlig neuen, komplett anderen Programm auf den Teichwiesen gastiert.

Nach dem Erfolg des Gold-Albums „Neues Spiel“ und den Nachfolgern „Nur wegen dir“, „Heut ist der Tag“ und „Wünscht du wärst hier“ zeigt sich Stefan Gwildis auf seinem neuen Album „frei händig“ nun mit wieder hochgekrempelten Ärmeln und punktet mit ausnahmslos eigenem Songmaterial, das angenehm rau klingt und irgendwie nach warmer, dampfender Erde riecht. „So sollte das auch sein“, sagt Gwildis. „Wir wollten nicht alles bis zu Ende schmirgeln.“

Pianist Tobias Neumann

Live lässt er dafür sogar seine große Band zuhause. Freihändig, vierhändig, akustisch - Stefan Gwildis setzt jetzt darauf, mit minimalistischen Mitteln großartige Klänge zu erschaffen. Einzig und allein Pianist Tobias Neumann begleitet ihn durch das Konzert. Der Mann an den Tasten ist waschechter Hamburger, wie Gwildis auch. In Bremen Jazzpiano studiert, spielt er seither für Stars wie Aloe Blacc, Jaguar Wright und Annett Louisan, bei deren Album „In meiner Mitte“ er auch als Produzent und Songschreiber mitgewirkt hat.

Im Kulturzelt werden Stücke aus ganz frühen Zeiten, aktuelle und in Vergessenheit geratene Titel zu hören sein, wobei die neuen das Gerüst des Abends bilden. „Nach sieben veröffentlichten Alben kann man gar nicht alle Songs in einem Konzert verarbeiten“, sagt Gwildis. „Für dieses akustisch-vierhändige Duett bieten sich dafür Songperlen an, die man im Bandkonzept eher mal übersieht.“ Er freue sich jedenfalls sehr, durch das minimale „Besteck“ seinem Publikum noch näher zu sein als sonst. (zhf)

Quelle: HNA

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