Über 1100 sahen „Nabucco“ – Veranstalter möchte weitermachen

Freiluft-Oper: Weitere Produktion in Aussicht

Schwalmstadt - Strahlende Gesichter nach der Aufführung der Verdi-Oper Nabucco in Ziegenhain: Mit stehenden Ovationen entließ das begeisterte Publikum die internationale Künstlergruppe. Knapp 120 Musiker und Sänger sorgten für einen über zweistündigen Kulturgenuss mit Gänsehautmomenten. Rund 1100 Besucher waren dabei.

Mit dieser Besucherzahl wurden die Erwartungen von Veranstalter Ralf Grefkes (Bonefeld, Landkreis Neuwied) deutlich übertroffen, auch 800 zahlende Gäste hätten für den erheblichen Aufwand ausgereicht. Zum Vergleich: Zur nächsten Aufführung in der großen Stadt Wiesbaden am kommenden Wochenende rechnet Grefkes mit „nur“ 2000 Zuschauern.

Laut Jochen Böttger (Öffentlichkeitsarbeit Schwalmstadt) möchte der Manager und Produzent sehr gern mit einer seiner weiteren Produktionen, zum Beispiel der Oper Aida, wieder kommen. Auch Carmen haben Grefkes Künstler im Repertoire.

Genau diesen Wunsch äußerten direkt nach der Aufführung viele Zuschauer, die auch das Ambiente auf dem Paradeplatz ideal fanden, zumal das Wetter auf den Punkt mitgespielt hatte.

Die letzten Nieseltropfen fielen gegen 18.30 Uhr, die Abendsonne beschien harmonisch das Bühnenbild, und die Temperaturen blieben bis zum Einbruch der Dunkelheit angenehm.

„Bei mir ist ausschließlich positive Resonanz angekommen“, fasste Böttger gestern zusammen. Nach „Rock over Germany“ zum Hessentag 1995 und dem Nena-Konzert vor Jahren sei es wohl die größte Musikveranstaltung gewesen.

Die Stadt Schwalmstadt hat als örtlicher Kooperationspartner zum Beispiel den Strom und die Absperrzäune zur Verfügung gestellt. Nach der Abrechnung darf sie nun nun wegen der hohen Besucherzahl sogar auf eine Gewinnbeteiligung hoffen. Am Risiko des Veranstalters war Schwalmstadt aber nicht beteiligt, wie Böttger betonte.

Von Anne Quehl

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Quelle: HNA

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