Am Freitagabend beginnt in Loshausen das 13. World-Music-Festival

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Besucher sind bereits am Anreisen: Auch Lutz Strassenroller ist Besucher beim World-Music-Festival im Schlosspark. Fotos:  Decker

Loshausen. Auf den Wiesen rund um Loshausen zeugen die seit Tagen immer zahlreicher werdenden Zelte von dem heute beginnenden 13. World-Music-Festival. Doch viele Vorbereitungen für dieses Wochenende sind nicht so auffällig, für das Gelingen dennoch sehr wichtig.

„Ich habe vor drei Wochen angefangen, mich auf den Ansturm vorzubereiten“, berichtet Harald Schmidt vom einzigen Lebensmittelgeschäft in Loshausen. Es galt all die Waren zu bestellen, die von den Festivalbesuchern nachgefragt werden, sonst aber nicht zum Standardsortiment gehören. „Natürlich habe ich viel mehr Wasser und Bier vorrätig als normal“, berichtet Schmidt, „aber ich verbreitere auch meine Gemüse- und Obstauswahl, so habe ich zum Beispiel Zuckererbsen und sechs Sorten Tomaten im Angebot.“ Ab Donnerstag verdoppelt der Ladenbesitzer sein Personal, seine Öffnungszeiten hat er verlängert. „Die Hippies sind super gut drauf und immer total nett“, berichtet Schmidt.

„Es ist eine schöne Abwechslung im jährlichen Alltag, und auch der Umsatz ist natürlich viel höher, nicht einmal mit den hohen Feiertagen zu vergleichen“, verrät er. Der rührige Einzelhändler bietet für dieses Wochenende als besonderen Service das Backen von Tiefkühlpizzen direkt im Laden an.

Auch die Bäckerei Brandt stellt sich seit 13 Jahren auf die vielen Besucher ein. Ein Pavillon vor der Bäckerei lädt zum gemütlichen Kaffeetrinken und Kuchenessen ein. „Viele Festivalbesucher begrüßen mich mittlerweile mit Handschlag“, erzählt Marlies Brandt, „denn sie kommen jedes Jahr wieder. Interessanterweise sind ja sogar Ärzte und Rechtsanwälte dabei, die sich einfach mal eine Auszeit nehmen“, weiß die Bäckerin. „Viele sagen, Loshausen sei der schönste Festivalplatz in ganz Deutschland“, so Brandt. Auch sie arbeitet mit mehr Personal als sonst und verkauft „so 200 bis 300 mehr Brötchen“ als üblich.

Buden bereits aufgebaut 

Auf dem Festivalgelände sind alle Zelte, Buden und Verkaufsstände aufgebaut. „Wir haben viele Helfer aus den umliegenden Orten“, erklärt Michael Katins, Vereinsmitglied der Klangfreunde, die das Festival organisieren. „Manche haben als Jugendliche beim ersten Festival angefangen, um sich ihren Eintritt zu verdienen, und sie helfen uns heute immer noch“, erzählt Katins. „Es gibt eine tolle Zusammenarbeit vor Ort. Bauern vermieten uns ihre Wiesen, die Feuerwehr hat schon gegrillt und die Landfrauen haben Kaffee und Kuchen serviert. In diesem Jahr wird der Angelverein wohl einen Forellenverkauf organisieren“, so Katins.

Auf Sicherheit bedacht 

Und auch wenn diese Angebote gar nicht auf dem Festivalgelände stattfinden, erfahren die Festivalbesucher diese Besonderheiten immer irgendwie. Karsten Lipphardt, Wehrführer und stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Loshausen, erzählt, noch nie sei während der ganzen Jahre etwas Schlimmeres passiert. „Natürlich haben wir alle im Hinterkopf, dass dort viele Menschen vor ihren Zelten mit Gas kochen oder grillen, aber bisher waren alle immer sehr bedacht und vorsichtig“, berichtet Lipphardt.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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