Musikalischer Streifzug durch Südamerika mit dem Diego-Jascalevich-Trio

Freude und Melancholie

Mal temperamentvoll, mal zurückhaltend: Das Trio bot beides beim Konzert im Foyer des Bad Zwestener Kurhauses. Von links Diego Jascalevich, Marcos Gonçalvez, Rui Reis Foto:  Saskia Kiessling

Bad Zwesten. Ein Wechselspiel aus argentinischer Melancholie und brasilianischer Lebensfreude – das erlebte das Publikum jetzt im Kurhaus in Bad Zwesten. Es war erst das zweite Konzert der von Hans Eitle organisierten Reihe „Im Foyer“.

Das Diego-Jascalevich-Trio führte das Publikum auf eine virtuose Reise durch Argentinien, Brasilien, Bolivien, Peru und Venezuela. Die Musiker beeindruckten mal mit ihren gefühlvoll interpretierten Melodien, mal mit ihren mitreißenden südamerikanischen Rhythmen. Sie spielten eine Mischung aus argentinischen Zambas, Bossa Novas aus Brasilien, auch Milongas und Tangos. Verschiedene lateinamerikanische Rhythmen vereinten Barocktänze aus Spanien mit afrikanischem Groove.

„Ein Höhepunkt“

Auch für Dr. Stefan Pollmächer, Veranstalter von Konzerten und künstlerischen Events in der Alten Pfarrei Niederurff, war es „ein Höhepunkt in der Woche, den man nicht erwartet hätte.“

Zu spüren ist, dass die Musiker schon ein eingespieltes Team sind, das sich perfekt ergänzt. Der Charangospieler (die Charango ist ein kleines Zupfinstrument) Diego Jascalevich kam vor neun Jahren nach Kassel. Drei bis vier Jahre später folgte der Gitarrist Marcos Gonçalvez, mit dem er schon in Rom zusammen im Trio spielte. 2007 kam Rui Reis als Tourist nach Deutschland, lernte Diego kennen und blieb schließlich im Lande. Seitdem ist die Besetzung perfekt.

Das nächste Mal kann man Diego Jascalevich am Samstag, 23. Februar, ab 20 Uhr in der Café Buchoase in Kassel hören und genießen, allerdings in anderer Zusammensetzung. Unter dem Motto „Newandenjazz“ vereinen die Musiker New Jazz mit etwas anderer Musik.

Am 12. März um 20 Uhr geht es weiter im Kurhaus-Foyer mit deutschen Chansons der 60-er Jahre, gesungen von der Liedermacherin Sarah Lesch.

Von Saskia Kiessling

Quelle: HNA

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