Eröffnungsfeier an der Fritzlarer Schule an den Türmen nach langer Sanierung

Freude im Schmuckstück

Strahlende Schulleiterin: Iris Nitschke in einem der neuen Räume der Fritzlarer Schule an den Türmen. Fotos: Dellit

Fritzlar. „Weine nicht, wenn der Regen fällt – es gibt einen, der Eimer hält.“ So sang das Lehrerkollegium der Fritzlarer Schule an den Türmen bei der Einweihung des grunderneuerten Gebäudes und meinte damit einen Mann, der sich lieber im Hintergrund hält: Manfred Bitterling, Schulhausverwalter oder, wie es früher hieß: Hausmeister.

Ein Eimer für Bitterling

Bitterling bekam von vielen Rednern bei der Eröffnungsfeier Lob für seine unermüdliche Hilfe während der Bauarbeiten, die länger als ein Jahr dauerten. Als Erinnerung an tropfnasse Einsätze bekam er einen Eimer überreicht, diesmal jedoch mit gesunden Leckereien gefüllt und nicht mit Wasser.

Nein, ein „Penthouse auf der Dachterrasse mit Aufzug für die Führungsebene und ein Drei-Sterne-Restaurant im Souterrain“, wie die Lehrer witzelten, hat die größte Grundschule im Schwalm-Eder-Kreis nicht bekommen. Wohl aber einen behindertengerechten Aufzug, eine Schulküche mit Speiseraum und einen Aufbau aufs Dach mit drei nagelneuen Klassenräumen. So soll auch die Mittagsbetreuung gewährleistet werden.

Landrat Frank-Martin Neupärtl wies darauf hin, dass somit auch der Weg hin zur Ganztagsschule weiter gegangen werde.

Das Geld für die Sanierung des 70er-Jahre-Gebäudes kommt aus den Konjunkturprogrammen von Bund, Land und vom Kreis. Von weitem sichtbar ist die komplett neue Außenhülle der Schule. Mit ihr kann deutlich Energie eingespart werden. Zudem sind die Klassenräume größer geworden, weil die Hülle einfach um das alte Gebäude herum gelegt wurde. Das Waschbeton-Grau ist freundlichen Farben gewichen.

Die Bücherei der Schule, die bisher in einem fensterlosen Raum im Untergeschoss mehr schlecht als recht untergebracht war, hat nun Platz im Erdgeschoss gefunden. Die Bestände, neben Büchern auch Filme und CDs, stehen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Mehrere Redner erwähnten bei der Eröffnungsfeier, dass die Bauphase eine anstrengende Zeit war. Umso größer war die Freude von Schulleiterin Iris Nitschke über das „Schmuckstück“, wie sie sagte.

Quelle: HNA

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