Heimerad-Pfadfinder brachten das Friedenslicht aus Betlehem nach Wolfhagen

Mit Frieden gewinnen alle

Symbolträchtig: Dekan Dr. Gernot Gerlach (links) freut sich über das von der katholischen Kirchengemeinde Sankt Maria geschenkte Kerzenhäuschen, das zukünftig in der Stadtkirche stehen wird. Foto: zih

Wolfhagen. Pünktlich auf die Minute um 19.05 Uhr kam am Sonntag die Regiotram aus Kassel auf dem Wolfhager Bahnhof an. Und mit ihr eine wertvolle Fracht, die auf dem Bahnsteig von über 100 Menschen sehnsüchtig erwartet wurde: Das Friedenslicht aus Betlehem. Schützend transportiert in einem profanen Stalleimer aus Metall, der ebenso Symbolcharakter besaß wie die Flamme als Zeichen für Jesus Christus – geboren von der Jungfrau Maria in einem Stall in Betlehem.

Abgeholt hatten das Friedenslicht, das in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem entzündet wurde, Mitglieder der Wolfhager Pfadfindergruppe Sankt Heimerad am Kasseler Hauptbahnhof. Damit es als Symbol der Nähe Gottes und seiner Zuwendung zu allen Menschen, aber auch als Zeichen für Frieden, Wärme und Mitgefühl an „alle Menschen guten Willens“ weitergegeben werden kann. Deshalb lautet auch das Motto der diesjährigen Aktion in Deutschland „Mit Frieden gewinnen alle.“ Die Flamme soll vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit in Kirchen, aber auch in vielen Familien, Haushalten, Krankenhäusern und Schulen, Altenheimen und öffentlichen Einrichtungen leuchten.

Martina Knatz, Kreisjugenddiakonin im Evangelischen Kirchenkreis Wolfhagen und Jürgen Günst, Gemeindereferent der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Maria Wolfhagen, leiteten gemeinsam die ökumenische Begrüßungsfeier am Bahnhof: „Allen, die das Friedenslicht aus Betlehem entgegennehmen, weitertragen und erhalten, soll bewusst werden, dass Frieden auf der Welt nur als gemeinsame Aufgabe erreicht werden kann.“

Apropos ökumenische Gemeinsamkeit: Brannte das Friedenslicht bisher in der katholischen Sankt Maria-Kirche, so gibt es nun auch ein Kerzenhäuschen in der Wolfhager Stadtkirche. Dort wird das Licht ebenfalls brennen. Gebaut hat den Schrank Stefan Zarger, er ist ein Geschenk der Wolfhager Katholiken an ihre evangelischen Glaubensbrüder und -schwestern.

Lesungen und Gebete

Wer am dritten Adventssonntag nicht zur Begrüßungsfeier zum Wolfhager Bahnhof kommen konnte, kann jetzt in beiden Kirchen und den übrigen Gotteshäusern im Wolfhager Land sein persönliches Friedenslicht entzünden. Bevor das Friedenslicht aus Betlehem mit der Regiotram angekommen war, hatten die Wartenden mit Liedern, Lesungen und Gebeten die Ankunft der Flamme gefeiert. Musikalisch mitgestaltet wurde die ökumenische Begrüßungsfeier erstmals vom Posaunenchor aus Altendorf. (zih)

Quelle: HNA

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