„Frieden wird uns nicht geschenkt“

Gedenkfeier: Ortsvorsteher Markus Reckziegel erinnerte in Todenhausen an den Hintergrund des Volkstrauertags. Foto: Haaß

Todenhausen. Wie in vielen Städten und Dörfern im Schwalm-Eder-Kreis wurde auch in Todenhausen anlässlich des Volkstrauertags der Opfer von Krieg, Vertreibung, Gewaltherrschaft und Terror gedacht. Ein Dutzend Menschen hatte am Sonntagvormittag den Weg zum Ehrenmal über dem Dorf am Sendberg gefunden und nahm an der kleinen Gedenkstunde teil.

Ortsvorsteher Markus Reckziegel erinnerte in seiner Gedenkrede daran, dass bei der Einweihung des Ehrenmals vor genau neunzig Jahren zweitausend Menschen an der Andacht teilnahmen, eine heute für einen Volkstrauertag unvorstellbare Menschenmenge. „Vielen Menschen fehlt der persönliche Bezug. Sie verbinden den Volkstrauertag ausschließlich mit den Weltkriegsopfern, einer Feier für gefallene Soldaten und militärischen Zeremonien. Sie haben den Blick für den weiteren Sinn dieses Tages verloren.“ sagte Reckziegel.

Vielmehr ging es auch darum, „allen Mitmenschen, die sich für andere opferten und opfern zu gedenken. Frieden wird uns nicht geschenkt. Wir müssen etwas dafür tun, ihn uns erarbeiten“. (zmh)

Quelle: HNA

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