SPD: Neue Bestattungsformen berücksichtigen

Friedhof soll neu gestaltet werden

Treysa. Der SPD-Vorstand Treysa hat ein neues Nachdenken über veränderte Friedhofskultur angeregt. Der Trend zur anonymen Beisetzung und der Erfolg der Friedwälder sei ein deutliches Zeichen für den Wunsch nach neuen, alternativen Bestattungsangeboten.

Die Entscheidung für eine anonyme Bestattung liege oft im Fehlen von Alternativen an ansprechenden Bestattungsformen begründet. „Es genügt nicht, nur die Gebühren für Bestattungen zu erhöhen“, erklärte der Vorstand des SPD-Ortsvereins Treysa nach eingehenden Beratungen.

Längst gebe es auch den Wunsch nach Rasenbeerdigungen, anonym oder mit Namensplatte. Manche Familien hätten bereits einen Platz in auswärtigen Friedwäldern erworben und alle weiteren Fragen geregelt. Neue religiöse Bedürfnisse gebe es auch durch muslimische Mitbürger.

Gerade mit der Zunahme der Urnengräber gebe es auf dem weitläufigen Treysaer Friedhofsgelände neue Möglichkeiten für eine großzügigere Gestaltung.

Die jetzige enge, schwer zugängliche Konzentration der kleinen Grabstellen stoße zu recht auf breite Ablehnung.

„Urnenbeisetzungen auf kaum handtuchgroßen Erdflecken bis zur gemeinschaftlichen Rasenbeisetzung reduzieren so auch die Erinnerung auf ein Minimum bis zur Anonymität“, bemängelt der SPD-Ortsverein.

Bedauert wird auch, dass noch immer kein würdevoller Raum und Rahmen für die Aufstellung des Sargs eingerichtet wurde, nachdem der Anbau der Kapelle vor zwei Jahren abgebrannt ist, hieß es weiter. (jkö)

Quelle: HNA

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