Fritzlarer Friedhof bekommt neuen Friedpark

Engelchen: Fritzlarer Friedhof. Foto:  Berger

Fritzlar. Der Hof des Friedens am Geismarrain in Fritzlar wird um einen Park des Friedens ergänzt. Am Donnerstag beschloss das Stadtparlament einstimmig, einen Friedpark auf dem Friedhof anzulegen.

Damit werden die Bestattungsmöglichkeiten in der Domstadt erweitert. Neben konventionellen Gräbern gibt es Rasengrabstätten und Grabstätten mit einer Mauer als gemeinsamen Grabstein.

Die Fläche am Rande des Friedhofes Richtung Geismar wird mit Bäumen bepflanzt. Um jeden Baum herum werden bis zu 15 Grabstellen angelegt. Dort dürfen Urnen platziert werden, die aus leicht verrottbarem und biologisch abbaubarem Material bestehen müssen. Stein und Metall als Material sind nicht zugelassen.

In der Regel sollen die Wahlgräber 20 Jahre lang genutzt werden dürfen. Es ist aber möglich, diese Zeit gegen Aufpreis bis auf 40 Jahre zu verlängern.

Für den Friedpark gelten außerdem diese Regeln:

• Grabmale sind nicht erlaubt.

• Grabschmuck und Bepflanzung sind ebenfalls verboten.

• Auch bei der Beisetzung sind Kränze und Blumenschmuck nicht gestattet.

• An dem zur Grabstätte gehörenden Baum dürfen kleine Tafeln mit dem Namen des Verstorbenen und den Geburts- und Sterbedaten angebracht werden.

• Die Grabstellen werden im Kreis um den jeweiligen Baum angelegt.

DIE DEBATTE. Karl Heinz Ernst (SPD) erinnerte daran, dass dieser Beschluss auf einem Antrag seiner Fraktion beruhe, die sich für einen Friedwald nach dem Muster der Grabstätten im Reinhardswald eingesetzt habe. Mit dem Kompromiss eines Friedparkes auf dem Friedhof sei die SPD einverstanden.

Für die Grünen regte Peter Kuttelwascher an, die Wiese im Friedpark naturnah zu belassen und nur wenige Male im Jahr zu mähen. Auf dieser Wiese habe er bis zu 20 Pflanzenarten pro Quadratmeter gefunden. Sie dürften nicht durch englischen Rasen ersetzt werden.

DIE KOSTEN. Die Gebührenordnung schreibt diese Kosten für Grabstätten im Friedpark vor: • Nutzungsrecht 20 Jahre 300 Euro

• Option für eine spätere Verlängerung 50 Euro

• Verlängerung

auf 25 Jahre 80 Euro

auf 30 Jahre 95 Euro

auf 35 Jahre 110 Euro

auf 40 Jahre 125 Euro Gültig: ab 1. April 2011. (rbg)

Quelle: HNA

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