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Frisch restauriert: Kirche in Kerstenhausen wird eingeweiht

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 In neu renovierter Kirche: von links Pfarrer Frieder Seebaß und Küster Heinrich Beckmann mit Spruchbanner in Kerstenhausen.
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 In neu renovierter Kirche: von links Pfarrer Frieder Seebaß und Küster Heinrich Beckmann mit Spruchbanner in Kerstenhausen.

Kerstenhausen. Gute acht Monate wurde mit Hochdruck an der Kirchenrestaurierung im Borkener Stadtteil Kerstenhausen gearbeitet. Am Sonntag ab 14 Uhr findet der Einweihungsgottesdienst statt.

Pfarrer Frieder Seebaß ist froh, dass den Kerstenhäusern ein richtiges Schmuckstück zur Verfügung steht. Dankbar ist er den Einwohnern und dem Förderverein, die maßgeblich die Restaurierungskosten mitfinanziert haben.

Insgesamt kommt man laut Seebaß auf einen Gesamtbetrag von rund 100 000 Euro. 25 000 Euro habe Kerstenhausen durch den Verkauf des Pfarrhauses in Arnsbach bekommen, die Landeskirche gab 13 000 Euro Zuschuss, und 24 100 Euro hat der Förderkreis mit Spenden zusammenbekommen. Diesen Betrag verdoppelte die Stiftung Kirchenerhaltungsfond.

Im Vorfeld der Fördervereinsgründung sind durch Spenden und Kollekten rund 15 000 Euro zusammengekommen. Ziel der 400 Gemeindemitglieder, inklusive der 100 Mitglieder des Fördervereins war es, die Kirche wieder auf Dauer mit Leben zu erfüllen. Im Ort gebe es viele junge Familien und dadurch auch wieder viele Kinder.

Deshalb soll wieder ein Kindergottesdienst in Kerstenhausen eingeführt werden. „Wir müssen da an die junge, heranwachsende Generation denken“, sagte Seebaß. Restauratorin Ulrike Höhfeld, die die Arbeiten stets begleitete, ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie hat eine 30-jährige Erfahrung auf diesem Gebiet und mit der Firma Deinert aus Marburg einen kompetenten Partner.

Stolz ist Pfarrer Frieder Seebaß auf das neue Beleuchtungskonzept. Über dem Altar hängen vier Lampen, die im Wechsel nach oben oder unten strahlen, aber auch zusammengeschaltet werden können. Die gesamte Elektrik in der Kirche ist neu. Neben den farblich getönten Wänden, die mit atmungsaktivem Lehmputz und Kalkanstrich versehen wurden, verleiht der Farbanstrich an Bänken, Säulen und Empore in Hell- und Dunkelgrau dem Gotteshaus einen besonderen Glanz. Neu ist auch der Schall- oder Kanzeldeckel. Auf alten Fotos wurde man auf dieses Teil aufmerksam und ließ es nach alten Vorlagen neu anfertigen.

Der Ort für die Spruchzeilen an der 100-jährigen Orgel ist nicht geklärt. Man wolle dafür bei einem Ortstermin am 2. April mit der Gemeinde zu einem Ergebnis kommen, sagte Frieder Seebaß.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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