Fritzlar in der FAS: Karikatur der Domstadt schafft es auf die große Bühne

FRIGIDA: Die Karikatur von Achim Greser und Heribert Lenz aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Grafik: Greser/Lenz/FAS

Fritzlar/Frankfurt. Die Stadt Fritzlar ist in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nicht gerade ein häufiger Gast, schon gar nicht im Bild.

Doch nun kam die Domstadt zu ungeahnten Ehren, in einer Karikatur. Auf der Zeichnung der renommierten Karikaturisten Achim Greser und Heribert Lenz ist ein Demonstrationszug gezeigt, der mit dem einem Transparent „FRIGIDA - Fritzlar gegen die Islamisierung des Abendlandes“ durch eine Straße zieht, die offenbar nicht wirklich in Fritzlar ist.

Und in der Tat geht es den Machern der Zeichnung auch nicht um die Domstadt, sondern einzig und allein um das Wortspiel. Da, wo in der Realität Demos unter Kürzeln wie PEGIDA („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) ist es in der Karikatur FRIGIDA- mit bewusstem Anklang an das Wort „frigide“.

Den Künstlern ging es darum, die PEGIDA und wie sie alle heißen zu entschärfen und ins Lächerliche zu ziehen, erläuterte Heribert Lenz auf Anfrage der HNA. Denn diese Demonstrationen seien „eine furchtbare Geschichte“. Bei der Karikatur handele sich um Satire, und sonst nichts.

Die Karikaturisten: Heribert Lenz (links) und Achim Greser. Foto: dpa

„Wir haben nichts gegen Fritzlar“, sagte Lenz, man habe einfach eine sprachlich passende Stadt gesucht - dass es Fritzlar wurde, sei eher ein Zufall. Dennoch rechne er mit Protestbriefen, sagte Lenz, das komme immer wieder vor.

Lenz und Greser sind unter anderem durch ihre Arbeit für das Satiremagazin Titanic bekannt geworden, dort gehörte das Genscher-Comic „Genschman“ zu ihren Werken. Ihr Motto ist laut ihrer Internetseite: „Jeder Krieg hat seine Opfer, das gleiche gilt für den guten Witz.“

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Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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