Fritzlar will Lückenschluss für Radler zwischen Edersee und Kassel

Fritzlar. Ein durchgehender Radweg zwischen Kassel und dem Edersee dieses Ziel ist ein Stück näher gerückt. Die Fritzlarer Stadtverordneten befürworteten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig einen Antrag der Grünen zur Verbesserung des Radverkehrs in der Stadt Fritzlar.

Der Antrag, den Peter Kuttelwascher (Grüne) vorstellte, besteht aus fünf Punkten: Lückenschluss des Radweges Gudensberg-Werkel-Fritzlar bei Werkel, parallel zur Landesstraße. Die 70 bis 80 Meter große Lücke soll demnach bereits im kommenden Jahr geschlossen werden. Zwischen Fritzlar und Gudensberg soll der Radweg bis Ende 2015 vollständig fertiggestellt sein. Gudensberg habe zugesagt, mit Fritzlar zu kooperieren, sagte Kuttelwascher.

Die bisher fehlende Verbindung sei ein echter Mangel, da die Strecke zum Edersee stark genutzt werde. Auf der Geismarstraße in Fritzlar sei die Situation für Fußgänger und Radfahrer sehr gefährlich, heißt es im Antrag. Daher soll es bis Mitte 2014 eine neue Lösung für den Radverkehr geben.

Der Kreis-Radwegebeauftragte Ulli Horstmann schlägt eine Tempo-30-Zone vor, in der Autos und Radfahrer dann gemeinsam die Straße benutzen würden. Der kommunale Radwegeplan soll überarbeitet werden. Am schlechtesten sei zurzeit die Anbindung von Lohne, daher habe die Verbindung von dort nach Fritzlar höchste Priorität. So würde auch ein Rundweg auf der Strecke Fritzlar-Geismar-Züschen-Lohne-Haddamar-Fritzlar möglich. Erforderlich sei auch ein Radweg zwischen Züschen und Heimarshausen, weil viele Kinder und Jugendliche dort mit dem Rad unterwegs seien, um Kindergärten, Schulen und Schwimmbäder zu besuchen.

Hans-Gerhard Heil (CDU) erklärte: "Bei uns rennen Sie offene Scheunentore ein." Man gehe sogar noch einen Schritt weiter und denke über mehr Radständer, Radparkhäuser und auf Straßen ausgewiesene Radstreifen nach.

Martin Hannappel (SPD) bewertete die Pläne als "sinnvoll und realistisch". Und Heil fügte zu seiner Rede hinzu, er wünsche sich, dass irgendwann bei Stadtverordnetensitzungen nicht 37 Autos (so viele Stadtverordnete gibt es in Fritzlar), sondern 37 Fahrräder vor dem Rathaus geparkt würden.

Quelle: HNA

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