Einige Fritzlarer verärgert, Karnevalisten entspannt

Fritzlarer Faschings-Frust: Zug führt nicht über Marktplatz wegen Baustelle

Feiern in diesem Jahr nicht auf dem Marktplatz: Der Fritzlarer Rosenmontagszug muss der dortigen Großbaustelle weichen. Unser Bild zeigt eine Karnevalsgruppe, die im vergangenen Jahr am Festzug teilnahm. Archivfoto: Yüce

Fritzlar. 100.000 Euro bekam das Karnevals-Festkomitee in Köln von der Stadt als Schadenersatz, weil der Rosenmontagszug wegen einer Baustelle verlegt werden musste. Mit einer Finanzspritze der Stadt rechnen die Fritzlarer Karnevalisten nicht, ihren Rosenmontagszug müssen sie aber, wegen einer Großbaustelle auf dem Fritzlarer Marktplatz, verlegen.

Die neue Strecke sorgt bei einigen Fritzlarern für Verärgerung. Grund: Der Festzug wird nicht über den Marktplatz führen.

Die Karnevalisten nehmen es indes gelassen: „Es gab kein böses Blut. Wir sind nicht frustriert und nicht verärgert, wir denken einfach nicht länger darüber nach“, sagt der Zugmanager Dirk Siemon von den Eddernarren. Stattdessen haben sich die Fritzlarer Narren eine Lösung einfallen lassen – die hat allerdings ihre Tücken: „Uns fehlt ein Kilometer Wegstrecke“, sagt Siemon.

Enger schunkeln

Während die Zuschauer, erwartet werden 30.000, dann enger schunkeln müssten, könne es für die Zug-Gruppen zu Engpässen kommen. „Wenn es über 65 Gruppen werden, könnte es knapp werden“, sagt Siemon. Zwischen 60 und 78 Gruppen nahmen bislang am Fritzlarer Rosenmontagszug teil, davon je etwa 30 große Festzug-Wagen. Die Ausweichstrecke führe über die Allee und dort entstehe gerade am Busbahnhof – wo die einzelnen Zugteilnehmer begrüßt würden – ein Nadelöhr. Siemon ist sich aber sicher, dass man auch dafür eine Lösung finden werde.

Den Unmut vieler Fritzlarer, die den Karnevalisten lieber auf dem Marktplatz zugejubelt hätten, kann Siemon verstehen: „Er ist die gute Stube der Stadt, deshalb beschweren sich die Leute.“ Fast täglich bekomme er Beschwerde-Anrufe. Doch das sei definitiv in diesem Jahr nicht möglich, betont er.

Baustelle nicht still legen

Entscheidend sei doch, dass der Festzug trotz Ausweichstrecke in der Innenstadt bleibe und nicht etwa durch die Flugplatzsiedlung oder am Roten Rain stattfinde.

Klar sei, dass wegen des Rosenmontagsumzuges die Baustelle nicht stillgelegt werden könne.

Auch wenn die Karnevalsstimmung in Fritzlar spitze sei, so seien es doch andere Maßstäbe und nicht mit den Karnevalshochburgen Mainz und Köln vergleichbar, sagt Siemon mit einem Augenzwinkern.

Von Maja Yüce

Hier können Sie sich den Umzug von 2013 noch einmal in voller Länge ansehen:

Quelle: HNA

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