Bäume statt Plakate

Bäume statt Plakate - Grüne verzichten auf Wahlkampf

Fritzlar. Wahlplakate und Flugblätter der Fritzlarer Grünen wird man im Kommunalwahlkampf vergeblich suchen. Die Partei hat sich entschieden, das Geld, das ihr für den Wahlkampf zusteht, stattdessen in die Natur zu investieren.

Laut Peter Kuttelwascher standen den Fritzlarer Grünen um die 400 Euro Wahlkampfhilfe zu. Dieser Betrag wurde nun verwendet, um im Bereich der renaturierten Elbe im Stadtteil Geismar zwei Walnussbäume zu pflanzen.

Insgesamt, erklärte Kuttelwascher, stehen nun dort vier dieser Bäume. Die Gesamtkosten bezifferte er auf 1600 Euro. 500 Euro stammen von der Stadt Fritzlar für eine erste Pflanzaktion. Er glaube, dass Wahlplakate nicht viel bringen würden, sagte Kuttelwascher.

Der Partei liege ein ästhetisch und ökologisch hochwertiges Wohnumfeld und ein kleinteiliges Landschaftsbild sehr am Herzen. So sei die Entscheidung für die Bäume gefallen.

Bäume nicht schneiden

 Die Walnussbäume benötigten außer in der Anwuchsphase keine weitere Pflege. Ein Baumschnitt sei sogar zu vermeiden, da die Wunden bei diesen Bäumen schlecht heilten, schreibt Kuttelwascher.

 Die Bäume mit ihrer borkigen Rinde hätten auch für den Natur- und Artenschutz eine hohe Bedeutung, weil sie Raum für viele Vogel- und Insektenarten böten. Zudem sorgten sie für südliches Flair, besonders durch die warmen Farben der Blätter im Herbst. Die Walnussbäume seien bekannt dafür, dass sie schnell wachsen und dann sehr dekorative Großbäume seien. Man solle die Walnuss viel häufiger einsetzen, fordert Kuttelwascher von den Planern. (ode)

Quelle: HNA

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