Patienten sehr zufrieden mit Behandlungsergebnissen bei Oberschenkelhalsbrüchen und Hüftgelenksersatz

Fritzlarer Hospital mit Top-Bewertung im Krankenhausnavigator

Ausgezeichnete Bewertung: Heinrich Gerdes, Geschäftsführer des Hospitals zum Heiligen Geist (von links), Carmen Otto-Krug und Tanja Adamovsky von der Pflegedienstleitung, Sylka Bachmann, Oberärztin der chirurgischen Abteilung, Dr. Christian Gröll (Orthopädische Praxisklinik Baunatal) sowie Andreas Hahn von der AOK Hessen. Foto: nh

Fritzlar. Bestnoten für das Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist: Im Krankenhausnavigator der AOK Hessen, einer Orientierungshilfe für Patienten auf Basis der Weißen Liste, hat die Klinik hervorragende Ergebnisse erreicht.

Besonders gut bewertet wurden die Behandlungsergebnisse bei Oberschenkelhalsbrüchen und Hüftgelenksersatz.

„Brüche des Oberschenkels und insbesondere des Oberschenkelhalses gehören zu den häufigsten Verletzungen bei älteren Menschen“, erklärt Sylka Bachmann, Oberärztin in der chirurgischen Abteilung.

Im Laufe des Lebens verliere der Knochen an Festigkeit, werde porös und könne schnell brechen. Oft reiche dann ein kleiner Sturz aus, um eine Fraktur zu verursachen, sagt die Chirurgin.

Bricht der Oberschenkelhals, wird ein Teil des Hüftgelenks durch eine Prothese ersetzt. „Sitzt die Fraktur in einem anderen Teil des Oberschenkels, wird der Knochen mit einem Nagel fixiert“, erklärt Bachmann. Beide Operationen seien für die Chirurgen am Fritzlarer Hospital Routineeingriffe - jede Woche stünden mehrere Eingriffe dieser Art auf dem OP-Plan.

Gerade bei älteren Patienten sei es wichtig, dass sie schnell wieder mobil werden, sagt die Fachärztin für Chirurgie und Unfallchirurgie. „Wir versuchen, ihnen lange Krankenhausaufenthalte zu ersparen. Denn das Beste für sie ist ihre gewohnte häusliche Umgebung.“ In der Regel könnten die Patienten schon einen Tag nach der Operation wieder aufstehen. Es folgen Krankengymnastik und gegebenenfalls ein Aufenthalt in einer geriatrischen Reha-Einrichtung.

Nicht nur alte Menschen 

Auch beim Einsatz von Hüftprothesen erhielt die Klinik eine hervorragende Bewertung. Ein Eingriff, der keinesfalls nur alte Menschen betrifft, wie Sylka Bachmann berichtet: „Notwendig wird ein künstliches Hüftgelenk zum Beispiel bei Arthrose, aber auch bei einer angeborenen Hüftdysplasie oder als Folge von Unfällen.“

Die Prothesen, die aus Titan gefertigt sind, werden mit einer speziellen, schnell härtenden Kunststoffmasse in den Knochen „einzementiert“. Ist die Knochensubstanz gut, könne auch ohne diesen so genannten Knochenzement gearbeitet werden: In diesem Fall heile die Prothese in den Knochen ein. Das dauere zwar länger, sei aber haltbarer, erklärt Sylka Bachmann.

Von Pamela De Filippo

Quelle: HNA

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