Fritzlar plant ohne neue Schulden

Fritzlar. Die Stadt Fritzlar will im kommenden Jahr keine neuen Schulden machen. Das geht aus dem Haushaltsplan für 2013 hervor, den Bürgermeister Hartmut Spogat (CDU) am Donnerstagabend den Stadtverordneten vorlegte.

Spogat zeigte sich vor allem damit zufrieden, dass der Ergebnishaushalt ausgeglichen werden wird und sogar einen Überschuss von 300 000 Euro erbringt. Er ist eine Art Gewinn- und Verlustrechnung der Stadt. Der Haushalt hat einen Umfang von 22,65 Millionen Euro. Der Schuldenstand wird sich praktisch nicht verändern, auch Ende 2013 werden es 15,42 Millionen Euro sein. Das hängt vor allem mit den hohen Investitionen für die neue Kindertagesstätte mit Kinderkrippe auf dem Roten Rain zusammen. Dafür sind 1,02 Millionen Euro Kosten im Haushalt vorgesehen. Mit diesen Investitionen hängt ein erwartetes Defizit im Finanzhaushalt – in dem Ein- und Auszahlungen vermerkt sind – von 395 000 Euro zusammen. Da müsse zukünftig gegengesteuert werden, kündigte Spogat an. Zuschüsse geringer Beim Krippenbau hatte die Stadt mit höheren Zuschüssen gerechnet als nun tatsächlich gezahlt werden. Das hänge mit der Verringerung der Krippenplätze von 28 auf 22, aber auch mit Veränderungen bei den Landesplänen zusammen, sagte Spogat. Die Kinderbetreuung sei der Stadt lieb und kostspielig, erklärte der Bürgermeister. Im kommenden Jahr werde Fritzlar den Trägern 2,72 Millionen Euro für ihre Arbeit geben, vor allem Betriebskostenzuschüsse. Das seien 35 Prozent mehr als im Jahr 2010, rechnete Spogat vor. Weitere bedeutende Investitionen sind: • 80 000 Euro für einen Einsatzleitwagen der Fritzlarer Feuerwehr.

• Neues Konzept für das Fritzlarer Museum: 50 000 Euro.

• Kläranlage: 160 000 Euro. • Kanalbau: 355 000 Euro.

• Straßenbau, unter anderem Umgestaltung des Marktplatzes und Fußgängerüberweg an der B 253 in Ungedanken: 775 000 Euro.

• Digitalfunk für die Feuerwehr: 15 000 Euro. Insgesamt will die Stadt Fritzlar 2,67 Millionen Euro investieren, das sei ein „respektabler Betrag“, so Spogat.

Quelle: HNA

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