Im Fritzlarer Scala-Varieté fällt der letzte Vorhang

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Schluss mit Varieté: Jutta Schröder und Merten Wagnitz hören mit dem Scala in Fritzlar zum Saisonende auf.

Fritzlar. Das Scala-Varieté in Fritzlar gehört bald der Vergangenheit an. Was die Betreiber dazu sagen.

Die Artistin Jutta Schröder und der Veranstaltungstechniker Merten Wagnitz, die vor zehn Jahren in monatelanger Arbeit den maroden ehemaligen Kinosaal in der Fritzlarer Altstadt komplett freigelegt und saniert hatten, beenden ihr Engagement als Varietébetreiber in der Dom- und Kaiserstadt mit dem Monat April.

„Wir sind weder insolvent noch enttäuscht oder verbittert“, betonten beide am Mittwoch im Gespräch mit der HNA. Der Mietvertrag läuft aus, die Kredite sind bezahlt: Es sei jetzt einfach der richtige Zeitpunkt, das Scala-Varieté als privatwirtschaftlich organisierten Geschäftsbetrieb zu schließen.

Das Fritzlarer Sacala-Varieté in Bildern

Ein wenig ernüchternd ist die Feststellung nach fast zehn Jahren schon: „Verdient haben wir nichts mit dem Betrieb“, sagt Jutta Schröder. Sie war es vor allem, die mit vollem Einsatz und in verschiedenen Funktionen das Varieté am Laufen hielt. Ihr Mann verdiente mit Jobs bei Veranstaltungen aller Art das Geld, von dem die Familie lebte - Sohn Elvis (7) gehört noch dazu.

Irgendwann gehe einem bei einer solchen Belastung die Luft aus, sagt Jutta Schröder, die 2002 eigentlich nur einen Raum für eine Trainingsschule gesucht hatte. Der wunderschöne Saal, der sich hinter dem vielen Rigips und Schutt versteckt hatte, war letztlich der Grund, dort mehr zu veranstalten. Wie es dort vielleicht weitergehen könnte, steht in den Sternen.

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Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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