Entscheidung soll im Dezember oder Januar fallen

Fritzlarer Soldaten und Tiger-Hubschrauber vor Einsatz in Mali

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Sollen in Mali eingesetzt werden: In Fritzlar stationierte Kampfhubschrauber vom Typ Tiger. 

Fritzlar. Die Soldaten der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne müssen sich auf einen Auslandseinsatz einstellen. Das hat CDU-Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert gegenüber der HNA erklärt.

Die Bundesregierung plant den Einsatz von zwei Kampfhubschraubern des Typs „Tiger" und Ersatzhubschraubern im westafrikanischen Mali.

Die Mission der Fritzlarer könnte im Frühjahr beginnen. Voraussetzung ist, dass der Bundestag einer Ausweitung des Mandats zustimmt. Die Entscheidung soll im Dezember oder Januar fallen.

Die Bundeswehr würde damit eine Lücke schließen, die Anfang des Jahres durch den Abzug niederländischer Helikopter entsteht. Die „Tiger“ würden zum Schutz der Sanitätshubschrauber nach Mali geschickt. Sie sollen die Rettung verletzter Soldaten der Vereinten Nationen und der malischen Armee sicherstellen.

Wenn die Soldaten des Kampfhubschrauberregiments 36 den Auftrag erhalten, werden nicht nur Hubschrauber auf die Reise geschickt. Neben Piloten begleiten auch Techniker den Einsatz. Wie viele das sein werden, konnte Siebert nicht sagen. Bislang ist die Bundeswehr mit bis zu 650 Soldaten in Mali im Einsatz. Siebert geht davon aus, dass die Mission auf bis zu 750 Soldaten ausgedehnt wird. Das Kampfhubschrauberregiment in Fritzlar hat noch keinen offiziellen Auftrag erhalten, wie Oberstleutnant Remo Templin-Dahlenburg erklärt. Dieser sei die Voraussetzung für eine realistische Planung. Die Fritzlarer stützten sich bei ihren bisherigen Überlegungen auf Erkenntnisse, die sie bei vorherigen Auslandseinsätzen wie in Afghanistan gemacht haben.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert bestätigte, dass die Fritzlarer „Tiger“ maximal für ein Jahr eingesetzt werden sollen. Dann soll ein anderes Land der Vereinten Nationen die Aufgabe übernehmen.

Der Kampfhubschrauber Tiger war 2013 bis 2014 in Afghanistan im Einsatz, zur Aufklärung, zur Unterstützung von Bodentruppen sowie als Begleitschutz für Transporthubschrauber.

Seit Juli stellt das Kampfhubschrauberregiment 36 eine Rotte (zwei Maschinen) in Abrufbereitschaft für die European Battle Group. Sie dienen der schnellen militärischen Krisenreaktion.

Der Tiger-Hubschrauber ist mit zwei Mann besetzt, dem Piloten und dem Kommandanten, der gleichzeitig die Waffen des Hubschraubers einsetzt. Seine Reisegeschwindigkeit beträgt 215 Stundenkilometer. Seine Einsatzreichweite kann bis zu 725 Kilometer betragen.

Quelle: HNA

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