Stadtverordnete gegen Wald im Naturschutzgebiet Kasseler Warte

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Autos bleiben draußen: Das Naherholungsgebiet Kasseler Warte soll nach Plänen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zum Wald werden. Die Stadtverordneten wollen das nicht.

Fritzlar. Das klang doch eigentlich ganz gut: Aus Teilen der Kasseler Warte, die bisher Grünland sind, sollte Wald werden. Das hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgabgen (Bima), der das Gelände gehört, beantragt.

Doch die Fritzlarer Stadtverordneten sind sich bei näherer Betrachtung einig geworden: Das Gebiet soll so bleiben, wie es ist. In der Sitzung am Donnerstagabend gaben sie einstimmig ein ablehnendes Votum zu den Plänen ab.

Die Bima möchte, dass sich auf dem Gelände nach und nach Wald entwickelt. Die Flächen könnten dann als Ausgleichsflächen für Bauarbeiten anderswo dienen, wo in die Natur eingegriffen wird.

Peter Kuttelwascher (Grüne) erläuterte, warum die Stadt Fritzlar dort keinen Wald will. Das 430 Hektar große Gebiet umfasse verschiedene Grünlandsorten, die als hochwertiges Biotop gelten. Aus Naturschutzsicht sei der Wert höher einzuschätzen als der von Wald. Für Rotmilane etwa seien solche Flächen der Hauptnahrungsraum.

Sollten dort Birken und Weiden stehen, die in der Regel als erste wachsen, würde das Wildschweine anziehen, was zu höheren Gefahren im Straßenverkehr führe. Das Gebiet grenzt an die A 49 und den Autobahnzubringer.

Da das Gelände jedoch der Stadt nicht gehört, kann sie nur eine Stellungnahme abgeben, über die Waldfrage aber nicht entscheiden.

Quelle: HNA

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