Fritzlars Bürgermeister Lange hört auf - SPD will Montag Kandidat benennen

Karl-Wilhelm Lange

Fritzlar. In einem Jahr wird Karl-Wilhelm Lange (CDU) nicht mehr Bürgermeister von Fritzlar sein. Der Amtsinhaber gab in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstag bekannt, er wolle bei der Wahl Ende Januar nicht erneut kandidieren.

Er werde kommendes Jahr 64 Jahr alt und wolle die Aufgabe in jüngere Hände legen. Er freue sich auf ein Leben, das sich nicht nach dem Terminkalender richte, sagte Lange im Gespräch mit der HNA.

Aktualisiert um 12.20 Uhr.

Er ist seit 1994 Bürgermeister der Domstadt. Als prägend für die Amtszeit beschrieb er die Entwicklung der Stadt als Mittelzentrum. Unter anderem fielen der Bau von Kino, Brauhaus, Bowlingbahn und Domstadtcenter in Langes Amtszeit.

Die CDU, die die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hat, will ihre Mitglieder in einer Versammlung am 30. August über einen Nachfolgekandidaten abstimmen lassen, sagte Stadtverbandschef Christian Seyffarth auf Nachfrage. Namen wolle er zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall nennen. Er bedauere Langes Rückzug, denn dieser habe Großes für die Stadt geleistet, die Nachfolge werde schwierig.

Grüne und FDP haben noch nicht entschieden, ob sie eigene Kandidaten stellen. Er persönlich halte das jedoch für unwahrscheinlich, sagte FDP-Stadtverordneter Holger Ritte-Mander. Auch Wolfgang Holzer (Grüne) erklärte, er rechne nicht mit einem grünen Kandidaten. Die Fritzlarer SPD setzt auf Geschwindigkeit und will bereits am kommenden Montag ihren Kandidaten in einer Konferenz küren, sagte Stadtverbandsvorsitzender Michael Kreutzmann auf Anfrage und ergänzte: „Wir wollen schnell jemanden nominieren, der sich dann auch bekannt machen kann.“

Quelle: HNA

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