Nach dem Winter wird das Ziegenhainer Freibad Instand gesetzt – Eröffnung im Mai

Frost nagte an den Fliesen

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Bald kann wieder geschwommen werden: Bürgermeister Dr. Gerald Näser und Ortsvorsteher Carsten Schenk (rechts) ließen sich von Frank Schulz und Helmut Bohndorf (links) informieren.

Ziegenhain. Für Frank Schulz und Helmut Bohndorf beginnt die Freibadsaison schon im März: Gäste sind dann zwar im Ziegenhainer Bad noch nicht zu erwarten, doch die beiden städtischen Angestellten haben schon jede Menge zu tun.

Frostige Temperaturen, Eis und Schnee setzen den Becken jeden Winter mächtig zu. Vor der Saison gilt es deshalb, die Schäden zu beseitigen.

Um die 1000 Fliesen müssen durchschnittlich im Frühjahr ausgetauscht, undichte Fugen repariert werden. „Die Fliesen für den Rand des Ziegenhainer Bades werden in Griechenland gebrannt“, erklärt Schulz. Der lange Winter hat die Instandsetzung gebremst: „Denn Betonarbeiten können erst ab fünf Grad erledigt werden“, sagt Bürgermeister Dr. Gerald Näser. Für die Instandhaltung stehen im Haushalt 238.750 Euro zur Verfügung.

Edelstahl von Hand polieren

Auch im Schwimmerbecken aus Edelstahl muss noch einiges erledigt werden, bevor das Wasser eingelassen werden kann. Helmut Bohndorf unterzieht das 21 mal 50 Meter große Becken einer Komplettreinigung. Danach muss er die Flächen waagerecht von Hand polieren. Etwa 14 Tage dauert es, bis alle Becken befüllt sind. „Das liegt daran, dass pro Tag nur eine bestimmte Menge aus dem Netz entnommen werden kann, durchschnittlich 200 Kubik. Hierfür ist eine Absprache mit dem Wassermeister nötig“, sagt Näser. Insgesamt 3200 Kubik sind nötig, um alle Becken zu fluten. Danach muss sich das etwa 13 Grad kalte Wasser noch erwärmen. Hierbei hilft eine Solaranlage. „Die schafft eine Erwärmung um zwei bis drei Grad pro Tag“, erklärt Schulz. Bis jetzt noch nicht installiert werden konnten neue Startblöcke. „Einer kostet um die 1700 Euro“, sagt der Bürgermeister.

In den aktuellen Haushalt eingestellt wurde Geld für die Umgestaltung des Babybeckens. Die ist noch in Planung. Mit 156 Quadratmetern sei das Becken völlig überdimensioniert. Die Hälfte würde ausreichen, sagt Näser. Zum Schutz der Jüngsten vor der Sonne soll noch ein Sonnensegel gespannt werden. Dem Wunsch vieler Gäste, die Öffnungszeiten weiter in den Abend auszudehnen, könne aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht entsprochen werden. „Wenn das Bad schließt, stehen noch etliche Arbeiten wie die Reinigung an“, sagt Näser. Die Eintrittspreise würden für die Saison weitgehend gleich bleiben, versprach der Bürgermeister. Mit einer Öffnung des Freibades sei zwischen dem 15. und dem 20. Mai zu rechnen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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