Bremer Büro plant Sicherungsverwahrung

Neubau für Sicherungsverwahrung: Arbeiten beginnen im Frühjahr

Schwalmstadt.  „Wir hoffen auf Spatenstich im Frühjahr“, hieß es am Mittwoch aus dem Justizministerium. Damit ist das Vorhaben Neubau Sicherungsverwahrung am Ziegenhainer Gefängnis einen Schritt weiter. Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens ist jetzt ein Büro aus Bremen mit den Planungen betraut worden.

Ein Auswahlgremium, an dem sich Mitarbeiter des Hessischen Baumanagements, des Justiz- und Finanzministeriums, der Stadt Schwalmstadt und der Denkmalpflege beteiligten, sichtete Vorschläge. Neun Büros hatten sich beworben, vier wurden laut Ministerium zur Vorstellung eingeladen und durften sich jeweils 40 Minuten präsentieren. Am Ende fiel die Entscheidung einvernehmlich für das Bremer Planungsbüro, hieß es.

Lesen Sie auch:

Sicherungsverwahrung: Schwalmstadt stellt Bedingungen

Der Neubau für Sicherungsverwahrte muss laut Verfassungsgericht im Sommer 2013 bezugsfertig sein. Über 40 Vollzeitstellen sollen neu entstehen, 14 Millionen Euro Baukosten sind veranschlagt. Karlsruher Richter fordern für die Sicherungsverwahrung von Straftätern nach Verbüßung der Haft eine deutlich anspruchsvollere Unterbringung.

Das Land Hessen rechnet mittel- bis langfristig mit bis zu 60 Sicherungsverwahrten, die dann alle in Ziegenhain untergebracht sein sollen. Zurzeit sitzen in Ziegenhain 31 Männer. (syg)

Quelle: HNA

Kommentare