Frühling sorgt für mehr Jobs:

Arbeitslosenquote im Landkreis auf 5,6 Prozent gesunken 

Schwalm-Eder. Der frühe Frühling belebt den Arbeitsmarkt ganz deutlich: Die Arbeitslosenquote sank im März im Schwalm-Eder-Kreis auf 5,6 Prozent. Im Februar waren es noch 5,8 Prozent gewesen. Damit waren im vorigen Monat 5308 Menschen im Landkreis als arbeitslos registriert.

Dies sind 162 weniger als im Februar und auch 157 weniger als vor einem Jahr.

Der positive Trend am Arbeitsmarkt im Landkreis hält somit an: Im März meldeten sich – wie auch schon im Januar und im Februar – deutlich weniger Menschen als im Vorjahr arbeitslos (minus 21,4 Prozent). Gleichzeitig stieg die Zahl derer an, die eine neue Beschäftigung gefunden haben, um 18 Prozent an.

Martin Büscher von der Agentur für Arbeit in Fritzlar macht ausschließlich den ungewöhnlich milden Winter fürs positive Ergebnis verantwortlich. Der sei der allein ausschlaggebende Faktor und Impuls für die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt: „Viele Unternehmen konnten auch in den sonst so kalten Monaten durcharbeiten und haben deshalb die Belegschaft zum größten Teil weiterbeschäftigt.“ Selbst Betriebe, die saisonbedingt Mitarbeiter entlassen hätten, hätten sie früher als sonst nach der Winterpause zurück gerufen, sagte Büscher. Das März-Ergebnis stellt ihn rundum zufrieden: „Wir haben den Vorjahresstand deutlich unterschritten – das ist richtig gut.“

Es fehlen Fachleute im Handwerk und Pflegeberufen

Von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt profitierten im Schwalm-Eder-Kreis im März vor allem Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren: Dort ist ein Minus von 6,9 Prozent zu verzeichnen. Auch die Zahl der männlichen Arbeitslosen sank um 3,6 Prozent.

Menschen, die schon länger ohne Job sind, haben von dem positivenTrend weniger profitiert: 1645 Menschen waren im März länger als ein Jahr arbeitslos. Im vorigen Jahr lag diese Zahl noch deutlich niedriger, da waren es 1444 Langzeitarbeitslose.

In Fritzlar suchen zurzeit 2507 Menschen einen Job, dort beträgt die Arbeitslosenquote 5,6 Prozent (im Februar waren es noch 5,9 Prozent). In Melsungen liegt sie aktuell bei 5,0 Prozent (Februar: 5,2 Prozent). In der Bartenwetzerstadt sind zurzeit 1232 Leute auf Arbeitssuche.

Schwalmstadt bildet bei den Arbeitslosenzahlen das Schlusslicht im Landkreis: Dort liegt die aktuelle Quote bei 6,0 Prozent, genau wie im Februar. 1232 Menschen suchen rund um Schwalmstadt eine Beschäftigung. Dabei handele es sich immer noch um die Auswirkungen von Insolvenzen größerer Betriebe aus dem vergangenen Jahr, sagte Büscher. Aber auch, wenn die Quote in der Schwalm am höchsten ist, so vermeldet die Arbeitsagentur dort doch 122 Jobsuchende weniger als noch im März 2013: Das ist ein Rückgang um 7,2 Prozent.

Insgesamt wurden im März 303 neue Stellen im Landkreis gemeldet. Das klingt zwar gut, ist es aber nicht wirklich: Denn das sind 10 Prozent weniger als noch vor einem Jahr Damals waren 337 neue Stellen gemeldet worden.

Gesucht werden im Schwalm-Eder-Kreis vor allem Fachleute in Gesundheits- und Pflegeberufen sowie im Gastgewerbe.

Insgesamt können 776 Stellen nicht besetzt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Jobs in der Altenpflege und im Handwerk. In beiden Bereichen sei die Nachfrage nach Fachleuten viel größer als das Angebot, sagt Martin Büscher. (bra)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare