161 ältere Menschen trafen sich zum Schnuddeln

Frühlingsstimmung beim Zierenberger Seniorentag

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Programm, Kaffee und Kuchen: 161 Senioren kamen zum kurzweiligen Nachmittag ins Bürgerhaus.

Zierenberg. Kunterbunte Primeln, tief-grünes Moos und farbenfrohe Lichterketten zierten den Eingangsbereich des Bürgerhauses, um zum beliebten Zierenberger Seniorentag zumindest ein wenig Frühlingsgefühle aufkommen zu lassen.

Von der grauen Tristesse draußen war am Mittwochnachmittag drinnen rein gar nichts zu spüren, denn dort ließen es sich die älteren Bürger aus Zierenberg und den Stadtteilen bei Kaffee und Kuchen einen Nachmittag lang gut gehen.

Mittendrin auch Ingrid Werner, die in erster Linie als Helferin vor Ort war. Brote schmieren, Kuchen auf Teller packen und später dann auch beim Kaffeeausschenken helfen, das ist für die Zierenbergerin seit Jahren selbstverständlich. „Ich engagiere mich gern“, sagt sie, mindestens so gern, wie ihren Mann Walter zum eigentlichen Programm zu begleiten. Der zählt mit seinen 87 Jahren längst zur Zielgruppe des Seniorentags und freut sich immer, wenn etwas los ist. „Meine Frau ist ja noch ein junges Mädchen“, scherzt der agile Rentner, obwohl er genau weiß, dass auch sie mit ihren 73 Jahren längst von der Stadtverwaltung zum Seniorentag eingeladen wird.

Für sie ist der Seniorentag ein Pflichttermin: Walter und Ingrid Werner.

So wie alle, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, was in diesem Jahr 1102 Senioren waren. 161 hatten sich zur Feier am Mittwoch angemeldet, 116 aus Zierenberg, der Rest aus den Stadtteilen Oberelsungen, Oelshausen und Burghasungen. Eine stolze Zahl, über die sich Stefan Denn besonders freute, der diesmal nicht nur als Bürgermeister zu den Besuchern sprach, sondern auch als stellvertretender Pfarrer, Landes- und Bundesvertreter – die Ehrengäste hatten allesamt aufgrund Krankheit und wichtiger Termine abgesagt.

Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, und so sangen sich die Senioren gemeinsam mit den Musikern Manfred und Charly durch den Nachmittag, amüsierten sich über einen Sketch von Marlies Bühlow und beschäftigten sich bei Günther Folchmanns Film „In und um Zierenberg“ intensiv mit ihrer Heimatstadt und deren Geschichte.

Natürlich gab es bei der Gelegenheit auch wieder reichlich Zeit zum Austausch, für Walter Werner das Wichtigste am Seniorentag: „Hier ein bisschen Schwätzen, da etwas Schnuddeln, das bringt Freude.“ (zhf)

Quelle: HNA

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