Viele Arbeiten sind möglich – Kontrast zum Vorjahr könnte nicht größer sein

Frühstart ins Gartenjahr

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Auf die Plätze: Martina Nau und Jürgen Völlmecke im Meckelburg-Gartencenter in Ziegenhain haben jede Menge Tipps für Pflanzenfreunde.

Schwalmstadt. Dem Winter traut kaum noch einer Biss zu. Die Menschen decken sich bereits mit Frühlingsblumen für Kübel und Beet ein. Ob es dafür schon Zeit ist, fragten wir Experten.

Aus Sicht der Fachleute können Pflanzenfreunde mit Freude und bedenkenlos loslegen. Gartenbautechniker Jürgen Völlmecke weiß, „dass es die Hobbygärtner jetzt kribbelt, jeder sehnt sich nach Farbe“. Und der 45-jährige Verkaufsleiter einer großen Gartencenter-Kette hat jede Menge Hinweise, was schon geht, zum Beispiel die Tomatenaussaat im Raum. Wer ein Gewächshaus besitzt, kann schon die jungen Salatpflänzchen setzen. Duftende Hornveilchen und ihre größeren Verwandten, die Stiefmütterchen, können bereits nach draußen (müssen bei Nachtfrösten noch abgedeckt werden), wo sie bis in den Mai bleiben, wenn die Sommerblumen folgen.

Völlmeckes Tipp: Bunte Kunststoffgefäße lassen die Blüten strahlen und sind ein großer Trend. Primeln kommen in diesem Jahr schön nostalgisch daher, gefüllt und in Pastellfarben. Beliebt sind Kräuter von Schnittlauch bis Thymian, nicht nur zum Essen, sondern auch als Schmuck. Kältegeschützt können auch sie schon hinaus.

Das Pflanzen von Stauden und Gehölzen ist ab sofort sinnvoll, obwohl der März die klassische Zeit dafür ist. Nie waren die Gegensätze zwischen zwei Frühjahren extremer als in den Jahren 2013 und 2014 meint Völlmecke, der seit fast 30 Jahren Gärtner ist. Lebhaft erinnert er sich daran, dass die Blühpflanzen im Markt stehen blieben und die Erzeuger ihre Produkte massenhaft wegwerfen mussten. Ganz anders dieses Jahr, wo von der ersten Rasenpflege über den Rosen- und Gehölzschnitt bis zum Pflanzen fast alles zugleich extrem früh angezeigt ist. Außerdem sollte jetzt das restliche Laub kompostiert werden. Jürgen Völlmeckes Tipp: „Der Rasen sollte gedüngt und gekalkt werden, da Niederschläge die Nährstoffe aus dem Boden waschen.“

Von Anne Quehl

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Quelle: HNA

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