FSV-Vorstand begründet Absage an Kickers: Stadion ist ausgelastet

Dietrich Hedrich

Wolfhagen. Der FSV Wolfhagen reagiert auf die Forderung von Niyazi Karahan, dem Vorsitzenden des Fußballclubs Kickers Wolfhagen, das Liemeckestadion für die letzten Heimspiele der Kreisliga C-Mannschaft nutzen zu können.

Der FSV, gewissermaßen Hausherr auf der Liemecke, hatte Karahan mitgeteilt, dass man keine Möglichkeit für die Kickers im Liemecke-Stadion sehe. „Die Vereinsverantwortlichen haben es sich sicherlich nicht einfach mit dieser Entscheidung gemacht“, erklärte Dieter Hedrich vom Vorstand des FSV.

Im Liemecke-Stadion finde „fast durchgängig Spiel- und Trainingsbetrieb statt“. Das Stadion, für das für den FSV Wolfhagen zusammen mit dem VfL Wolfhagen eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt Wolfhagen bestehe, werde montags als DFB-Stützpunkt genutzt. Dienstags sei das Laufteam Wolfhagen am Start. Mittwochs und freitags nutzen hauptsächlich der VfL und wieder das Laufteam die Sportanlage. An den Vormittagen seien zudem Klassen der Wolfhager Schulen zum Schulsport im Stadion. Die Samstage und Sonntage seien als Spieltage ausgewiesen.

Der FSV Wolfhagen verfüge über zehn Junioren-Mannschaften (A- bis G-Junioren), zwei Senioren-Mannschaften (Gruppenliga und Kreisliga A) und eine „Alte-Herren“-Mannschaft. Elf Mannschaften des FSV, so Hedrich weiter, müssen also ihren Spiel- und Trainingsbetrieb im Liemecke-Stadion organisieren. „Da müssen dann öfter auch mehrere Mannschaften sich zeitgleich den Platz teilen oder wie unsere B- und C-Junioren auf Plätze in anderen Stadtteilen ausweichen.“

Bei dieser hohen Nutzungsdichte benötige ein Rasenplatz auch einmal Phasen, in denen er nicht bespielt wird, betont der stellvertretende FSV-Vorsitzende. „Wir haben in Übereinkunft mit der Stadt Wolfhagen mittlerweile einen zweijährigen Pflegerhythmus gefunden, sodass nicht jedes Jahr der Spiel- und Trainingsbetrieb des FSV und des VfL während der Rasenpflege ausgelagert werden muss.“

Kickers-Chef Karahan hatte gegenüber der HNA moniert, dass der ihnen von der Stadt zugewiesene Sportplatz in Viesebeck unter anderem deswegen nicht akzeptabel sei, weil die Tornetze völlig marode seien. Dazu erklärte Dietrich Hedrich, dass „unser zweiter Erster Vorsitzender, Kaus-Dieter Klingbeil, dem Trainer von Kickers Wolfhagen Tornetze aus dem Bestand des FSV angeboten“ habe.

Hedrich weiter: „Wenn dann Herr Karahan äußert, sein Verein verliere durch diese Situation Spieler, dann möchte ich nur erwähnen, dass nach Gründung von Kickers Wolfhagen insgesamt 13 Spieler, darunter vier A-Jugendliche, den FSV verlassen haben.“ Die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs, speziell bei dieser Jugendmannschaft, sei seinerzeit gefährdet gewesen. Einen Zusammenhang zwischen Austritt aus dem FSV und Vereinsgründung der Kickers Wolfhagen habe Karahan damals dementiert.

Quelle: HNA

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