Fuchs im Wohngebiet - Veterinäramt schließt Tollwut aus

Versteck im Baum: Füchse werden immer öfter im Wohngebiet gesehen, weil sie dort leckere Nahrung finden. Foto: Archiv

Wolfhagen. Ein Fuchs wird seit einigen Tagen im Neubaugebiet auf dem Teichberg gesichtet. Anwohner haben ihn beim Durchwühlen eines Gelben Sackes erwischt. „Bei uns saß er neben der Garage“, berichtet eine Anwohnerin. Eine andere hat Angst, das der Fuchs tollwütig sein könnte.

Landkreissprecher Harald Kühlborn gibt in Rücksprache mit dem Veterinäramt Entwarnung: „Hessen ist derzeit tollwutfrei.“ Da bestehe schon eher eine Gefahr durch den Fuchsbandwurm. Das Veterinäramt empfiehlt deshalb, Früchte und Gemüse aus dem Garten gründlich zu waschen beziehungsweise zu garen.

Die Meldung vom Fuchs im Wohngebiet ist für Britta Hartmann-Barth, stellvertretende Vorsitzende vom Kreisjagdverein, nichts Ungewöhnliches: „Der Fuchs ist ein Kulturfolger.“ Wenn er sich im Wohngebiet Futter suche, sei das ein cleveres Verhalten. Hunde- und Katzenfutterreste in Dosen, Lebensmittel auf dem Kompost und andere Nahrungsmittel würden ihn magisch anziehen, sagt Hartmann-Barth. „Da fühlt er sich wie ein Mensch im Luxushotel.“ Den Menschen sehe er nicht als Feind. Dennoch sei er ein scheues Tier und flüchte, wenn Menschen auftauchten.

Bei dem Teichberg-Fuchs könne es sich um ein Jungtier handeln, das nach einem eigenen Revier suche. Es ist möglich, dass er so schnell verschwindet, wie er gekommen ist. Britta Hartmann-Barth rät, Gelbe Säche außer Reichweite zu bringen und Mülltonnen zu schließen.

Helmut Rupp vom Ordnungsamt der Stadt informiert den Tierseuchenbeauftragten, wenn ihm Beobachtungen von Wild im Wohngebiet gemeldet werden. „Die entscheiden dann, ob Maßnahmen nötig sind.“

Geschossen werden darf der Fuchs in einem Wohngebiet übrigens nicht.

Quelle: HNA

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