Führungen durch den Naturpark Habichtswald sind der Renner

+
Naturpark Habichtswald weckt Interesse: Immer mehr Menschen buchen über das Naturparkzentrum Führungen, bei denen sie die Natur im westlichen Kreis Kassel und im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis erleben können. Das Foto entstand am Kronberg oberhalb von Naumburg.

Zierenberg. Die Zahl der Personen, die sich an Führungen durch den Naturpark Habichtswald beteiligt haben, ist im vergangenen Jahr in die Höhe geschnellt - von knapp 1000 im Jahr 2014 auf 1800.

Gestiegen ist auch der Anteil der Kinder. 800 Mädchen und Jungen haben sich im vergangenen Jahr Führungen angeschlossen, das sind 550 Kinder mehr als noch ein Jahr zuvor. Mit dieser Bilanz und generell mit dem Verlauf des letzten Naturpark-Jahres ist Annika Hartmann, Leiterin des Naturparkzentrums, sehr zufrieden.

Aktuell gibt es 40 Naturpark-Führer, die über das ganze Jahr hinweg in unterschiedlicher Intensität und zu verschiedenen Themen Besucher mitnehmen in die heimische Landschaft. Von 90 Führungen im Jahr 2014 ist deren Zahl im vergangenen Jahr auf 155 gestiegen. Ein Grund für die positive Entwicklung sei, dass dem Naturpark nun mehr Guides zur Verfügung stünden und deren Angebote sich nach und nach etablierten, sagt Hartmann. So haben im Jahr 2014 insgesamt 15 Personen ihre Ausbildung abgeschlossen und verstärken seitdem das 40-köpfige Team.

Vielfalt der Angebote

„Wir sind nun viel breiter aufgestellt“, freut sich Hartmann über die Vielfalt der Angebote, mit denen Gäste sensibel gemacht werden für die Schönheit Nordhessens. Das Programm hält Wanderungen zu historisch spannenden Orten bereit, es nimmt Besucher mit in die Welt der Märchen, bei Nachtwanderungen weist der Vollmond Teilnehmern den Weg. Es gibt Führungen für Blinde und für Menschen, die gerne mit der Fotokamera unterwegs sind.

Wetter war problematisch

9380 Menschen besuchten das Naturparkzentrum am Dörnberg im Jahr 2015. Das sind 700 weniger als ein Jahr zuvor (10 080). Die Gründe sind banal: „Das Wetter hat nicht immer mitgespielt“, so die Leiterin des Zentrums. Anfang Juli, am Tag des sonst stark frequentierten Naturparkfests, sei das Quecksilber über die 40-Grad-Marke gestiegen und nach dem Mittag habe es gewittert.

Wenig Resonanz auch beim Klingenden Habichtswaldsteig - „da hatten wir hier oben so viel Nebel, dass wir die Helfensteine nicht mehr gesehen haben“. Pech hatten die Veranstalter auch beim Dörnberglauf im Oktober. „An dem Tag gab es den ersten Schnee“, sagt Hartmann rückblickend.

Dennoch ist sie zufrieden mit dem Jahr. Denn die Leute kämen regelmäßig, auch unter der Woche. „Die Zeit, in der das Naturparkzentrum 14 Tage lang ohne einen Gast blieb, ist vorbei“, sagt die Chefin, die davon überzeugt ist, dass die Richtung stimmt. Wechselnde Ausstellungen sorgten dafür, das Gäste häufiger kämen.

Der Hessentag in Hofgeismar habe das Naturparkzentrum bekannter gemacht. Und schließlich lockten die Führungen verstärkt neues und interessiertes Publikum an.

Quelle: HNA

Kommentare