Heinrich Richardt erhielt das Verdienstkreuz

Fünf Jahrzehnte für den Chorgesang

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Mit Gratulanten: Heinrich und Irene Richardt (Mitte) mit Mark Weinmeister, Norbert Miltz und Heinz Stumpf (von links).

Görzhain. Singen gehört für Heinrich Richardt aus Görzhain seit mehr als 50 Jahren einfach zum Leben dazu. Für sein besonderes Engagement wurde der 77-Jährige am Samstag von Staatssekretär Mark Weinmeister mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Familie, Freunde und vor allem seines Sangesbrüder aus Kirchheim und Görzhain nahmen an der Feierstunde teil.

Der gelernte Stellmacher, der von 1958 bis zu seinem Ruhestand als Geräteverwalter im Treysaer Bahnhof arbeitete, übernahm bereits mit Anfang 20, im Jahr 1957, den Männergesangverein in seinem Heimatort. Mehr als 50 Jahre stand er dem Chor vor.

„Er verschaffte sich trotz seines jugendlichen Alters Respekt und Anerkennung“, sagte Weinmeister. Auch die Sänger – von denen vier ebenso lange Richardt die Treue halten – bescheinigten dem Görzhainer eine „ruhige, sachliche und verlässliche Art“. Von 1961 bis 2004 war Heinrich Richardt Vorsitzender des Sängerkreises Bechtelsberg. Schließlich fragte auch der Männergesangverein Kirchheim in Görzhain an: „Ich sollte eigentlich nur acht Wochen aushelfen“, erzählt der 77-Jährige. Doch nachdem Richardt seine Sache zwischen 1983 bis 1992 aushilfsweise so perfekt machte, übernahm er 1994 den Chor. Doch der Sangeskunst noch nicht genug: Heinrich Richardt unterstützte zusätzlich den Männergesangverein Berfa, insbesondere bei Auftritten. „Mit seinem mehr als fünf Jahrzehnte andauernden Einsatz hat sich Heinrich Richardt um die Chormusik im ganzen mittelhessischen Raum verdient gemacht“, sagte Weinmeister. Ehefrau Irene habe ihm stets den Rücken frei gehalten. „Die Hälfte des Ordens gehört ihnen.“

Auch Heinz Stumpf, Vorsitzender des Sängerkreises Bechtelsberg, sowie Bürgermeister Norbert Miltz gratulierten von Herzen. „Wir sind stolz, dich hier wohnen zu haben.“

Legte der Görzhainer die Stimmgabel aus der Hand, ruhte er sich nicht aus. Von 1981 bis 2001 engagierte sich Richardt in der Kommunalpolitik, im Ortsbeirat.

Zum Abschluss gab es für den Jubilar nicht nur das sichtbare Zeichen der Anerkennung, sondern auch noch einige Tipps: „In diesem Heftchen finden Sie Empfehlungen zur Trageweise“, sagte der Staatssekretär. (zsr)

Quelle: HNA

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