31 Schüler der Carl-Bantzer-Schule besuchten Bewohner im Seniorenzentrum Phönix

Füreinander da sein

Hier ensteht Waffelteig: Die Schüler der achten Klasse der Carl-Bantzer-Schule rührten eifrig und ließen sich dabei gern zuschauen, rechts (mit Fliege) Projektmitarbeiter Reinhard Matthai.   Fotos:  Rose

Ziegenhain. Achtklässlerin Lea Wagner erklärt Ursula Hartwig, worauf es beim Aufkleben der Pappengel ankommt. Lila Rein (19) schnippelt gemeinsam mit Else Ried Kugel aus Papier aus – diese Vier waren am Dienstag Teil eines Projektes im Seniorenzentrum Phönix in Ziegenhain.

31 Schüler einer achten Klasse der Carl-Bantzer-Schule haben zusammen mit Lila Rein, die gerade ein freiwilliges soziales Jahr macht, und Reinhard Matthai (64, beide DRK) einen Freiwilligentag organisiert.

Gemeinsames Basteln: Lila Rein (19), die ein freiwilliges soziales Jahr macht, mit Bewohnerin Else Ried.

„Wir möchten mit unserem Besuch dazu beitragen, dass das Seniorenzentrum ein Ort der Begegnung wird, an dem sich Jung und Alt austauschen und sich mit Lebenserfahrungen und Kompetenz beschenken“, erklärt Matthai. Einen ganzen Vormittag lang lernten die Schüler das Seniorenzentrums näher kennen: beim Waffelnbacken, Basteln und Plätzchenformen. „Im Vorfeld haben sie sich mit Werten beschäftigt. Für ältere Menschen sind andere Dinge wichtig als für Jüngere. Ich wünsche mir, dass Schüler und Bewohner darüber ins Gespräch kommen“, sagt Matthai. Wie ältere Menschen leben und was sie beschäftigt – all das soll der Tag vermitteln. Für den Leiter des Zentrums Mirko Paul stellte sich vor allem die Frage, wie die Schüler mit demenziell Erkrankten umgehen: „Das Projekt ist ein Anfang. Aber um den Austausch zwischen Jung und Alt zu fördern, müssten die Schüler wieder kommen“, sagt er. Gut funktioniere das durch das Sozialpraktikum, wo sich Schüler über längere Zeit um Bewohner kümmern.

Waffeln und Vanillekipferl

Beim Anrühren des Waffelteiges wurden die Schüler neugierig von den Bewohnern beobachtet, nach und nach rückten die Älteren mit ihren Stühlen dichter an die Arbeitsplatte heran. Dass man Senioren manches auch erst wieder zeigen muss, wurde beim Plätzchenformen klar. Zunächst noch ein wenig unsicher, dann aber immer geschickter, rollten Schüler und Bewohner eifrig Vanillekipferl. Bewohnerin Else Ried freute sich über die Dekoration aus Pappe, die mit Hilfe der Gäste fürs Fenster entstand. „Ich bin nicht sicher, was wir machen“, sagte die alte Dame. „Aber ich bin sicher, es wird etwas Schönes.“ (zsr)

Quelle: HNA

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