In den kommenden Monaten wird verhandelt

Fulda-Eder-Energie will Grundversorger werden

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Umspannwerk Bergshausen

Melsungen/Gudensberg. Für die Fulda-Eder-Energie beginnt jetzt eine entscheidende Phase: In den kommenden Monaten wird der Rückkaufpeis für die Stromnetze mit der EAM beziehungsweise Energienetz Mitte verhandelt. Im Raum stand ein Wert von etwa zwölf Millionen Euro.

Verhandelt werden muss beispielweise über den Umfang der Netze: Gehören neben den Niederspannungsnetzen (Ortsnetze) auch die Mittelspannungsnetze und Trafostationen dazu? Und was sind sie wert?

Die EAM könnte über jede Kommune einzeln verhandeln wollen und das Verfahren unnötig in die Länge ziehen. „Davon gehen wir aber nicht aus“, sagt Lothar Baum, einer der Geschäftsführer der FEE. Sein Kollege Ralf Lengemann ergänzt: „Der Verhandlungspartner sind die Landkreise. Es kann kaum gewollt sein, den eigenen Kommunen zu schaden.“ Man rechne im günstigen Fall mit einer Kaufabwicklung zum Jahresbeginn 2016.

Unabhängig vom Rückkauf der Netze läuft der Vertrieb. Lothar Baum und Ralf Lengemann geben das sportliche Ziel vor, langfristig der Grundversorger im FEE-Land zu werden. Das bedeutet, mehr als 50 Prozent der Haushalte mit Strom zu versorgen - Partner sind die Städtischen Werke Kassel.

Als Grundversorger erhält man automatisch jeden neuen Kunden im Verbreitungsgebiet, sofern dieser nicht aktiv wird und wechselt. Mehr als 60 Prozent der etwa 35 000 Haushalte sind derzeit bei der Eon Mitte beziehungsweise deren Nachfolgegesellschaft EAM.

In jedem Rathaus der neun Kommunen und im Internet können Kunden zur FEE wechseln. Die Verwaltungen werden für die Dienstleitungen bezahlt, die von ihren Mitarbeitern angeboten werden.

„Mittelfristig werden wir eigene Mitarbeiter anstellen“, sagt Lothar Baum. Bis dahin profitiere man von der Werke-Kooperation.

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Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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