Fundtiere waren Wildkatzenbabys

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Aggressiv und niedlich: Dass die Kätzchen nicht so zahm wie Hauskatzen sind, fiel den Tierheimmitarbeitern auf. Im Tierheim Beuern wurden die Jungen zu einem Muttertier gesetzt.

Spangenberg/Beuern. Nach dem Fund von Wildkatzenbabys im Werra-Meißner-Kreis sind nun auch in Spangenberg zwei Exemplare gefunden worden. Die Tiere gelten in Hessen als „stark gefährdet“.

Das Problem: Häufig denken Spaziergänger, die Jungtiere seien verlassen worden und wollen helfen. Doch für die Kätzchen ist der Eingriff verheerend.

Auch in Spangenberg war zunächst nicht klar, dass es sich um Wildkatzen handelt: Nichts ahnend hätten Tierheimmitarbeiter aus Beuern die gemeldeten Fundkätzchen im Spangenberger Ortsteil Kaltenbach abgeholt, teilt das Tierheim mit.

Doch das außergewöhnlich gezeichnete Fell und das aggressive Verhalten der beiden Kätzchen fielen den Tierpflegern schnell auf. Das Alter der Katzen wird auf drei bis vier Wochen geschätzt. Die beiden wurden untersucht und zu einer Mutterkatze gesetzt.

Danach kontaktierte Tierheimleiterin Annabell Wiegard die Wildtierstation Sachsenhagen bei Hannover. Sie schickte den Experten Bilder der Katzen zu.

Der Verdacht bestätigte sich. Tierheim und Wildtierstation vereinbarten eine Übergabe. In Sachsenhagen wird zur endgültigen Identifikation eine Genanalyse veranlasst. Die Kätzchen werden dort professionell versorgt und zu gegebener Zeit wieder ausgewildert. (red/gör)

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Quelle: HNA

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