FWG: Pläne für geplantes Einkaufszentrum überdimensioniert

AchimJäger

Homberg. Es gibt Gegenwind für die Einkaufszentrum-Pläne in Homberg: Das auf dem Ulrich-Areal geplante Zentrum sei für Homberg überdimensioniert, so der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FWG) Homberg, Achim Jäger, in einer Pressemitteilung.

Das hätten auch die Diskussionen in den vergangenen Tagen gezeigt. Die FWG fordert eine deutliche Reduzierung der geplanten Verkaufsfläche. Zugleich fordert die Fraktion die Projektentwickler von Schoofs Immobilien auf, einen Alternativplan vorzulegen.

Dabei gehe es vor allem um die rund 15 kleineren Ladenflächen, die bisher in der öffentlichen Diskussion kaum eine Rolle gespielt hätten, teilt Jäger mit. Während die Projektentwickler für die fünf größeren Verkaufsflächen Nutzer genannt hätten, bleibe die Vermietung der übrigen Läden weitestgehend im Dunkeln. Es stehe zu befürchten, dass diese Flächen nicht für die Neuansiedlung bisher fehlender Sortimente genutzt werden könnten. Als Beispiele nennt Jäger Elektronikfachmarkt und Spielwarengeschäft. Stattdessen könnten lediglich Filialen entstehen die dann zu einer unmittelbaren Gefahr für die etablierten, inhabergeführten Geschäfte der Innenstadt werden könnten. Zwar belebe Konkurrenz das Geschäft, aber sie dürfe auch nicht zu mächtig werden, so Jäger weiter. Durch die Reduzierung der Verkaufsfläche könnten nach Meinung der FWG viele der in der Diskussion deutlich gewordenen Probleme ließen sich durch eine Verschlankung des Centers lösen. Jäger zählt Beispiele auf:

• Der Einzelhandel der Innenstadt hätte bessere Chancen, sich gegen die neue Konkurrenz zu behaupten.

• Ein kleineres Gebäude sei besser für eine angemessene, kleinstädtische Architektur, die unter anderem den historischen Charakter der Ziegenhainer Straße als Lindenallee aufnehme.

• Es könnten andere Lösungen für den Anlieferverkehr gefunden werden. Ein kleinerer Baukörper sei die Voraussetzung dafür, die Anlieferung über andere Routen zu führen und damit die Sicherheit der Schulwege zu gewährleisten.

• Auch der Schutz der Rotbuchen könne nur durch eine Verkleinerung gelingen. (may)

Quelle: HNA

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