G8/G9: Schwalmgymnasium wartet mit Entscheidung

Frank Siesenop

Schwalmstadt - Auch für die Schüler, die zum kommenden Schuljahr aus der Grundschule ins Schwalmgymnasium übergehen, wird das G8-Modell Gültigkeit haben.

Mit dieser Aussage tritt die Schulleitung Verunsicherungen entgegen, wann es in Treysa eine mögliche Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) geben könnte.

Wie Direktor Frank Siesenop weiter mitteilte, werde die erforderliche Änderung des hessischen Schulgesetzes frühestens Ende Dezember erwartet. Der derzeitige Gesetzesentwurf sehe vor, dass vor der Rückkehr zu G9 die schulischen Gremien zu beteiligen und Konzepte zu erarbeiten sind. Darüber hinaus ist das Einvernehmen mit dem Schulamt und dem Kreis herzustellen, der dies seinerseits in den Schulentwicklungsplan aufnehmen muss.

Laut Siesenop sollen keine vorschnellen Entscheidungen für oder gegen ein Modell getroffen werden. Das Schwalmgymnasium habe sich durch vielfältige Maßnahmen um eine schülergerechte Ausgestaltung von G8 bemüht, neben Problemen gebe es auch viele positive Entwicklungen. Eventuelle Veränderungen stehen frühestens zum Schuljahr 2014/15 an.

Für die Schwalmgymnasiasten, die ohnehin im G8-Modell bleiben, soll gewährleistet werden, dass sie nicht zu den Leidtragenden eines erneuten Systemwechsels werden. Ein überhastetes Vorgehen würde zu viele Kapazitäten binden, weil sich Lehrer und Schulleitung mehr darauf als auf die Fortführung aktueller Unterrichtsvorhaben konzentrieren müssten.

In der Schulleitung, im Kollegium und in der zuständigen Steuergruppe setze man sich intensiv mit der Thematik auseinander. Letztlich gehe es darum, welches Modell langfristig für die Schüler des Schwalmgymnasiums die besten Bildungschancen bietet.

Hintergrund: Die anderen Gymnasien im Landkreis Schwalm-Eder werden voraussichtlich zur neunjährigen Gymnasialzeit zurückkehren. Zuletzt war bekannt geworden, dass auch die Gesamtschule Melsungen nach langer Auseinandersetzung das achtjährige Gymnasium aufgibt. (aqu)

Quelle: HNA

Kommentare