200 Besucher bei "Best of Oswald"

Gänsehaut gab’s inklusive: Konzert von Oswald Musielski in Treysa

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Jede Menge Applaus für den Künstler: Das Publikum war begeistert.

Treysa. 200 Besucher warteten am Freitagabend gespannt in der Katholischen Heilig Geist Kirche auf den Auftritt des Countertenors und Sopranisten Oswald Musielski.

Die Lichter erloschen kurz nach 20 Uhr. Oswald Musielski schritt langsam durch den Mittelgang der Kirche und sang bei dezenter blauer Beleuchtung „Whitby Bay“ aus dem Broadway-Musical Dracula.

Er habe sein Konzert mit „Best of Oswald“ betitelt, da er für den Abend seine Lieblingslieder ausgesucht habe, sagte der Künstler. „Stellen Sie sich auf eine lange Nacht ein“, so Musielski. Wer wolle, dürfe gern mitsingen, so der Sopranist. Seine erstaunliche Gesangsstimme über viereinhalb Oktaven nutzte der Musiker, um bekannte und weniger bekannte Werke zu präsentieren. Spätestens bei dem Lied „Wein nicht um mich Argentina“ aus dem weltberühmten Musical Evita - 1977 erstmals von Katja Ebstein auf deutsch gesungen - merkte das Publikum, wie außergewöhnlich das Gesangstalent Musielskis ist.

Leichtfüßig: Andrea und Sascha Geßner tanzten zur Musik.

Charmant moderierte Oswald Musielski seine Titel an und sparte nicht mit persönlichen Geschichten. So erzählte er von seinem ersten Schultag und wie glücklich es mache, Menschen ohne Anlass zu beschenken. Er zauberte drei kleine Teddybären hinter dem Altar hervor und überreichte sie den Kindern in der ersten Reihe. Das intensive Stück „Halleluja“ in der Version aus dem Film Shrek verursachte beim Zuhörer ein wohliges Gänsehautgefühl. Mit leichtfüßigen Bewegungen, beinah schon schwebend, untermalten Andrea und Sascha Geßner die Musicalhits mit ihren Tänzen. „Wenn es Ihnen gut geht, hören Sie nur die Melodie“, erklärte Musielski, „geht es Ihnen aber schlecht, achten Sie auf den Text.“

Der Countertenor forderte die Besucher auf, die Augen zu schließen und sich ganz der Musik zu überlassen. „Erspüren Sie, wie Sie sich dabei fühlen“, so Musielski. Gefühlvolle Lieder wie „Merci Chérie“ von Udo Jürgens oder „The way we were“ von Barbara Streisand boten die passende Gelegenheit, seine Empfehlung auszuprobieren.

Da Oswald Musielski nicht nur für seine außergewöhnliche Stimme berühmt ist, sondern sein Publikum auch immer mit seiner selbst kreierten Kleidung überrascht, noch ein Wort zur Garderobe. Hochhackige schwarze Schuhe, eine seidenschimmernde schwarze Hose und eine weiße Smokingjacke mit unterschiedlich großen schwarzen dreidimensionalen Schmetterlingen sorgten für ein effektvolles Outfit.

Mit dem Lied „I will always love you“ von Whitney Houston beendete Musielski nach gut zwei Stunden sein Konzert. Das Publikum bedankte sich mit einem herzlichen Schlussapplaus.

Quelle: HNA

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