Frühjahrsblüher können nicht ausgepflanzt werden - Langer Winter verursacht hohe Energiekosten

Gärtnereien leiden unter Kälte

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Hofft auf Sonne und Wärme: Michaela Holl vom Gartencenter Bachmann vor dem Primelbeet. Normalerweise würden die Blumen schon im Garten leuchten.

Wolfhager Land. Die Gärtnereien und Blumenhäuser im Altkreis Wolfhagen leiden unter dem scheinbar endlosen Winter. Die Böden sind durch Nachtfrost auch Anfang April noch gefroren, Frühjahrsblüher wie Primeln und Ranunkeln können in diesem Jahr auch nach Ostern nicht angepflanzt werden.

Die Gärtnereien bleiben auf ihren Beständen sitzen und das zu einer Zeit, in der das Geschäft sonst blüht. Dies sorgt zum Teil auch für hohe Energiekosten.

„Die Energiekosten sind extrem hoch, weil der Winter noch dazu früh angefangen hat“, sagt Egbert Bachmann vom gleichnamigen Wolfhager Gartencenter. Man habe zum Glück keine Unmengen von Frühblühern stehen. „Wir kaufen die Pflanzen nach Bedarf und können alles innerhalb von 24 Stunden bestellen.“

Dies sei in größeren Gärtnereien anders. Die müssten nach einem engen Zeitplan agieren, weil die nächste Ware schon wieder unterwegs sei. „Viele können Osterglocken und Primeln nur noch wegwerfen“, erklärt Bachmann. Ein Jahr wie 2013 habe es seit er denken kann noch nicht gegeben. Lediglich 1987 habe der Frühling mal länger auf sich warten lassen.

„In Startlöchern“

Egbert Bachmann hofft jetzt auf das Ende der Nachtfröste. „Die Kunden sind in den Startlöchern und wollen endlich raus in den Garten.“

In den Startlöchern steht auch das Team der Stadtgärtnerei in Wolfhagen. „Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte Wolfhagen an Ostern in bunten Farben geschillert“, sagt Iris Krüger. Doch man könne beim besten Willen derzeit noch nichts auspflanzen. Lediglich am Marktplatz habe man die ersten Pflanzen in Blumenerde setzen können.

Stauden und Topfpflanzen hat die Firma Pflanzlust in Nothfelden noch dick in Vlies verpackt. „Normalerweise fängt der Verkauf am 1. März an“, sagt ein Mitarbeiter. Lediglich Obstbäume könne man derzeit schon in die Erde setzen.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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