400 Gäste beim Melsunger Neujahrsempfang

Abschied beim Melsunger Neujahrsempfang: Albin Schicker, Stadtverordnetenvorsteher, moderierte 26 Jahre den Empfang mit. Am Montag zum letzten Mal – neben ihm Bürgermeister Markus Boucsein, Gastrednerin Annette Kulenkampff und Pfarrer Andreas Bielefeldt. Im Hintergrund die Melsunger Blechbarten unter Leitung von Ruth Eckhardt. Fotos: Dewert

Melsungen. 400 Melsunger und Gäste feierten in der Stadthalle am Montag den 60. Neujahrsempfang der Stadt. 26 davon moderierte Albin Schicker mit.

Der Stadtverordnetenvorsteher, der nicht erneut für das Melsunger Parlament kandidiert, nahm daher Abschied. Aber sicher nur vom Rednerpult. Er wird der Veranstaltung treu bleiben, so wie Dr. Wendelin Enders. Der 93-Jährige ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete fehlt nur sehr selten, sein Kommen wurde von Schicker besonders gewürdigt. Das wurde auch die Kasseler documenta. Als Gastrednerin war Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta und des Museums Fridericianum Kassel eingeladen.

Der Vortrag 

„60 Jahre documenta: Ein Erfolgsmodell auch für Melsungen“ lautete der Titel und er hielt nicht, was er versprach. Die Gäste erfuhren viel über den Stellenwert und die Bedeutung der Weltkunstausstellung und den Gründer Arnold Bode.

Zu kurz kam aber die mögliche Beteiligung der Stadt. So stellte Kulenkampff zwar in den Raum, die Region und somit auch Melsungen könnten künftig touristisch profitieren: zum Beispiel bei der Unterbringung von documenta-Gästen, aber genauer wurde sie nicht.

„Mir kam das Thema zu kurz“, sagte beispielsweise Dr. Richard Köhler, Schulleiter der Geschwister-Scholl-Schule. Da habe er sich mehr und vor allem Konkreteres erwartet.

Die Vorausschau 

Konkreter wurde Markus Boucsein in seinem Rückblick und in seiner Vorausschau. Er schickte zuvor aber einen Dank an alle vom Bauprogramm Betroffenen. 40 Millionen Euro seien in kürzester Zeit in Kanal, Wasser und Straßen verbaut worden: „Ich verneige mich vor den betroffenen Einwohnern.“ Allerdings stehe man nach Bauarbeiten auch vor Bauarbeiten: In diesem Jahr werde die Melsunger Ortsdurchfahrt grundlegend saniert, das Krankenhaus werde weitergebaut, das Sandcenter II sei in der Vorbereitung und das Fulda-Ufer werde umgestaltet. Ausserdem stünden die Feier zur 50-jährigen Partnerschaft mit Dreux und das Heimatfest auf dem Programm. Für die Musik des geselligen Abends sorgten die Blechbarten unter Leitung von Ruth Eckhardt.

Den Bogen von der Kunst zur Kirche schlug Pfarrer Andreas Bielefeldt in seiner Rede. „Jeder von uns ist ein Künstler, jeder kann die Welt kreativ verändern“, sagte er. Vieles sei im Aufruhr. Es sei daher wichtig, sich der Zukunft zu stellen, mit Geduld, kreativen Ideen und der Liebe zu den Menschen.

Melsunger Neujahrsempfang

Quelle: HNA

Kommentare