Renovierung der Kirche Hundshausen ist abgeschlossen – viele Spenden aus dem Dorf

In ganz neuem Glanze

Freude über die renovierte Kirche: Der Kirchenvorstand von Hundshausen rund um den Altar. Foto: Hebeler

Hundshausen. Die evangelische Kirche in Hundshausen erstrahlt in neuem Glanz: Spenden der Hundshäuser Einwohner sowie die Unterstützung seitens der Landeskirche haben es möglich gemacht. Am kommenden Sonntag, 2. Advent, wird sie wieder eröffnet.

Die Renovierung des Innenraums der Kirche war der letzte Schritt einer umfassenden Sanierungsarbeit, die bereits im Jahr 2004 begann.

Zunächst wurde die Kirche außen renoviert. Daran schloss sich die Neugestaltung des Dorfplatzes zwischen Kirche und Dorfgemeinschaftshaus im Rahmen des Stadtumbau-West an: Die Kirche erhielt ein neues Eingangsportal.

Zur Begeisterung von Restaurator Manfred Lausmann aus Trutzhain, Architektin Andrea Behrendt aus Kassel und der Denkmalpflege entschied sich der Kirchenvorstand nach den vorliegenden Befunden für die zweitälteste Farbgebung des Innenraums.

Anfang November 2011 sorgten zahlreiche Hundshäuser Einwohner dafür, dass die Kirche vom Staub der Umbauarbeiten befreit wurde. Nach der gemeinschaftlichen Putzaktion war die für ein Dorf relativ große Kirche sauber.

Engagement hatten die Hundshäuser bereits im Jahr 2009 bewiesen, als sie gemeinsam 9000 Euro sammelten. Für ein Dorf von 200 evangelischen Christen ist das eine stolze Summe. Nahezu jeder hat sich daran beteiligt – sei es direkt oder mittelbar über einen Verein. Die Landeskirche verdoppelte das Spendenaufkommen, das war eine zusätzliche Motivation.

Über 100 000 Euro kostete die Innenrenovierung inklusive neuem Uhrwerk und neue Glockensteuerung. Für 2012 sind noch die Orgelinstandsetzung und der Austausch defekter Fenstergläser geplant.

Lehen an Maximilian

Hundshausen verdankt seine Kirche dem Prinzen Maximilian. Hessens Landgraf Karl war es, der seinem achtem Kind 1723 das Lehen über Jesberg einschließlich des Hofguts Richerode und des Dorfes Hundshausen übertrug. Damit wurde Maximilian Jesberger Kirchenpatron und blieb es bis zu seinem Tode 1753.

Maximilian erwies sich als Gönner bei der Anschaffung der noch heute existierenden Jesberger Barockorgel, stiftete das Geld für den Jesberger Schulhausneubau und verbesserte die Besoldung der Lehrer im Kirchspiel Jesberg, Hundshausen, Strang, Elnrode. In Hundshausen wurde am 17. April 1738 der Grundstein gelegt, am 6. November 1738 die Kirche eingeweiht.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

Kommentare