Nun ganz offziell Dekanin

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Nicht mehr nur kommissarisch Dekanin: Sabine Tümmler wurde vom Rat der Landeskirche in das Amt berufen. Das Archivbild zeigt sei beim Kreisposaunentag in Hülsa.

Homberg. Ein Kollege hat Sabine Tümmler einen Glückwunsch geschickt und geschrieben: „Nun wirst Du das, was Du schon lange bist." Gemeint ist damit: Dekanin des Kirchenkreises Fritzlar-Homberg. Das kleine Vorwort kommissarisch gilt nicht mehr.

2009 hatte Sabine Tümmler die Aufgabe - zunächst mit einer halben Stelle - übernommen, als Lothar Grigat als Dekan in den Ruhestand gegangen war. Schon damals war klar, dass der Kirchenkreis Homberg mit dem Kirchenkreis Fritzlar fusionieren sollte.

Einführung im September

Das ist inzwischen passiert, der neue Kirchenkreis Fritzlar-Homberg hat zurzeit zwei Dekane, Dr. Helmut Umbach in Fritzlar und Sabine Tümmler in Homberg - seit 2011 mit einer ganzen Stelle. Am Montag hat der Rat der Landeskirche Tümmler auf Vorschlag von Bischof Dr. Martin Hein in das Amt berufen. Im September wird sie feierlich eingeführt.

Zuvor hatte sich ein Findungsausschuss eine Meinung über die Stellenbesetzung gebildet. „Es freut mich, dass sich der Findungsausschuss positiv zu meiner Person geäußert hat“, sagt Tümmler, die darin eine Bestätigung ihrer Arbeit in Homberg sieht.

Als Dekanin ist sie Vorgesetzte der Pfarrer, aber unter anderem auch für die kirchliche Ordnung zuständig, das umfasst juristische und geistliche Fragen.

„Es ist die Führung in einer Gemeinschaft“, sagt Tümmler über die Leitungsposition und meint damit die enge Zusammenarbeit mit Gremien wie dem Kirchenkreisvorstand und der Kreissynode.

Die Hauptaufgabe der vergangenen Jahre war die Fusion der Kirchenkreise, die Tümmler als „wirkliche Herausforderung“ bezeichnet. Doch der demografische Wandel mache auch vor der Kirche nicht halt.

Das sei gelungen, und nun gelte es, den neuen Kirchenkreis mit Leben zu füllen. Damit es mehr Ansprechpartner in Fragen des Kirchenkreises gibt, wurde dessen Vorstand von fünf auf sieben Mitglieder vergrößert, drei geistliche und vier Laien.

Bei Umstrukturierungen in größere Einheiten gibt es häufig die Sorge, dass die Nähe verloren gehe. Doch die Pfarrer in den Gemeinden seien unverändert Ansprechpartner, sagt Tümmler. Und im Kirchenkreis müsse nicht alle Aufgaben die Dekanin regeln: „Wir sind gemeinsam Kirche und können nur gemeinsam bei den Menschen sein.“

Mit der offiziellen Berufung zur Dekanin in Fritzlar-Homberg ändert sich für Sabine Tümmler der Status. Sie ist nicht mehr befristet im Amt, sondern auf Lebenszeit. Um Tümmlers Kollegen leicht abgewandelt zu zitieren: Sie ist jetzt das, was sie schon war. Nur etwas anders. • Einführung in festlicher Kreissynode: Samstag, 13. September, 9 Uhr, Stadtkirche St. Marien Homberg.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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