Die ganze Welt ist zu Gast: Melanie Zülch arbeitet im Export bei B. Braun

Spricht mehrere Sprachen und ist neugierig auf andere Kulturen: Melanie Zülch bringt als Assistentin des Abteilungsleiters und als Länderassistentin zwei Arbeitsbereiche unter einen Hut. Fotos: Schippers

Melsungen. Im Büro vom Leiter der Abteilung Export, Roland Meyer, hängt an der Wand eine Weltkarte des Risikos. Die Regionen, die Meyer betreut, sind rot, also nicht ganz ungefährlich. Dabei handelt es sich um die Golfstaaten und den gesamten afrikanischen Kontinent inklusive Südafrika. Meyers Abteilung vermarktet dort die Produkte von B. Braun.

„Es handelt sich um aufstrebende Märkte mit aufstrebendem Potential“, sagt Meyer. Das sei durch eine stark wachsende Bevölkerung und gewaltige Zuwachsraten bei den Krankenhäusern bedingt.

Meyer ist seit 30 Jahren bei B. Braun beschäftigt und bereist die von ihm betreuten Gebiete regelmäßig. Langfristiges Ziel sei, dort eigene Tochterunternehmen zu etablieren. Derzeit arbeitet B. Braun überwiegend mit Fremdfirmen vor Ort zusammen.

80 Prozent der Geschäfte werden über Ausschreibungen angebahnt. Etwa 1500 davon bearbeiten Meyers Mitarbeiter im Jahr. Eine davon ist Melanie Zülch. Die 27-jährige Melsungerin ist Meyers Assistentin und zugleich Länderassistentin für Ägypten, Griechenland und Zypern. Die größte Herausforderung in ihrem Job sei es, den Spagat zwischen ihren beiden Funktionen hinzubekommen, sagt sie.

Im Jahr 2005 hat Zülch ihre Ausbildung zur Außenhandelskauffrau bei B. Braun begonnen und ist danach im Unternehmen geblieben. Derzeit arbeitet sie dem Abteilungsleiter zu, organisiert und koordiniert Termine sowie Dienstreisen, bereitet Schulungen vor und betreut Ausschreibungs-verfahren. „Vieles passiert hier gleichzeitig, da muss man Prioritäten setzen“, berichtet Zülch über ihren Berufssalltag.

Wichtig für ihre Arbeit sei ein Interesse an Sprachen. Zülch selbst spricht Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. „Das ist schon ein Türöffner“, sagt sie.

Offenheit gegenüber anderen Kulturen sei ebenso bedeutsam. „Wir haben viele interessante Gäste und Kollegen aus anderen Kulturen“, erzählt sie. Ein Kollege aus Afrika beispielsweise habe gefragt, wo er beten könne. „Da haben wir uns schon einen Moment lang verwundert angeguckt.“ Auch Organisationstalent sei gefragt: Bei einer Veranstaltung im Winter habe Zülch schnell Mützen und Schals für leicht bekleidete Gäste aus wärmeren Gefilden besorgen müssen.

Für die Zukunft sieht Zülch viele verschiedene Möglichkeiten. Eine davon sei, selbst für B. Braun im Ausland unterwegs zu sein. Doch da hat Roland Meyer auch noch ein Wörtchen mitzureden und schüttelt den Kopf. „Wir brauchen Frau Zülch hier“, sagt er schmunzelnd.

Von Nicole Schippers

Quelle: HNA

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