Ganztagsbetrieb: Zwei Grundschulen im Umbruch

Betreuungsangebote wie hier in der Christian-Bitter-Schule werden ab kommendem Schuljahr ausgeweitet, auch die Schule am Schloth bietet dann zusätzlich Nachmittagsbetreuung an. Hier basteln Schüler der Christian-Bitter-Schule mit Betreuerin Lucia Hofmann an Planeten. Foto: Hohagen

Melsungen. Auf die Christian-Bitter-Schule und die Schule am Schloth kommt in den nächsten Monaten noch eine Menge Arbeit zu. Grund ist die Umstellung der beiden Melsunger Grundschulen für den offenen Ganztagsschulbetrieb ab dem kommenden Schuljahr.

Als zwei von insgesamt 72 Schulen in Hessen haben sie den Zuschlag vom Hessischen Kultusministerium für die Umsetzung einer so genannten pädagogischen Mittagsbetreuung erhalten. Das bestätigt die Schulleiterin der Schule am Schloth, Karin Muche, die derzeit kommissarisch auch die Leitung an der Christian-Bitter-Schule übernommen hat.

Anstelle der vorgegebenen drei Tagen Nachmittagsbetreuung inklusive Hausaufgaben und Mittagessen werde dieses Angebot an den beiden Schulen auf fünf Tage erweitert. „Die Nachfrage an verlängerten Betreuungsazeiten wächst ständig“, begründet die Schulleiterin diesen Schritt. In der Vergangenheit habe das Hortangebot vorne und hinten nicht mehr ausgereicht. Zukünftig stehen an der Christian-Bitter-Schule anstatt bisher 43 ab Sommer 90 Plätze für das Nachmittagsangebot zur Verfügung, an der Schule am Schloth sind es zusätzlich zu knapp 50 Hortplätzen nochmal 80 in der Schule.

Neues Konzept für Schulen

„An beiden Schulen herrscht eine Menge Trubel, aber wir haben auch schon viel geregelt“, ist Karin Muche bisher zufrieden. Denn bei einer Umrüstung für den Ganztagsschulbetrieb müsse nicht nur zusätzliches Personal gesucht und der Zeitplan neu strukturiert werden – auch neue Räumlichkeiten wie zum Beispiel ein großer Speisesaal würden entstehen, erklärt Karin Muche.

Weil die finanzielle Unterstützung des Landes Hessen nur für drei Tage vorgesehen ist, könnten einige wenige Betreuungsangebote nicht kostenlos angeboten werden. Um die Belastung für Eltern aber so gering wie möglich zu halten, suche man derzeit nach Sponsoren. An den beiden Schulen werde das Konzept unterschiedlich umgesetzt: • Schule am Schloth An der Schule am Schloth wird es zwei Betreuungsgruppen als feste Anlaufstelle bis 14.30 Uhr geben. Nach dem Unterricht stehen ein gemeinsames Mittagessen, Hausaufgaben und anschließend Freizeitangebote auf dem Plan. Es schließen sich AG-Angebote bis 16.30 Uhr an. Auch eine Frühbetreuung ab 7.15 Uhr wird es geben. • Christian-Bitter-Schule An der Christian-Bitter-Schule wird das bisherige kostenpflichtige Betreuungsangebot in das Ganztagsschulkonzept integriert. Nach dem Unterricht obligatorisch sind Hausaufgaben und Mittagessen, danach steht bis 15 Uhr die freie Arbeit an. In zum Teil neu entstehenden Stille- und Werkräumen können sich die Schüler aufhalten. Kostenpflichtig können Eltern dann eine Betreuung bis 17 Uhr und vor Schulbeginn ab 7.15 Uhr dazu buchen, erklärt Betreuerin Lucia Hofmann. Anmeldung: Für mehr Planungssicherheit bittet Karin Muche alle interessierten Eltern, ihre Kinder bis 31. März für den Ganztagsschulbetrieb anzumelden. Kontakt: Christian-Bitter-Schule: Tel. 05661/3660, Schule am Schloth: Tel.05661/3440.

Quelle: HNA

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