Für Sternenkinder: Ehrenamtliche gestalten Friedhof in Altmorschen um

Haben hart gearbeitet: Unser Foto zeigt einen Teil des Ehrenamtlichen-Teams. vorne von links Karl-Heinz Schade, Friedhelm Herbold und Günter Pforr, hinten von links Horst Hast, Hans-Walter Arbert, Günter Görke, Otto Wohlgemuth, Valentin Reidelbach, Bernhard Riebeling, Dr. Thomas Büttner, Bürgermeister Herbert Wohlgemuth und Hubert Böhm. Foto: Féaux de Lacroix

Altmorschen. Ein Schritt ist geschafft: Das Rasen-Urnengräberfeld auf dem Friedhof in Altmorschen ist so gut wie fertig. Nur noch wenige Kleinigkeiten müssen erledigt werden.

Nach und nach wird seit einiger Zeit der Friedhof in Altmorschen nach den Wünschen der Bevölkerung umgestaltet. Das Besondere daran: Die Arbeiten werden von Ehrenamtlichen erledigt und das Material über Spenden finanziert.

Rund 400 Stunden Arbeit hat das Team aus 17 Freiwilligen in die Gestaltung des Rasen-Urnengräberfeldes gesteckt. Es wurden Bäume gepflanzt, ein Rondell gepflastert, Natursteinmauern gesetzt und eine Stele aufgestellt.

8000 bis 10.000 Euro hat die Gemeinde Morschen laut Bürgermeister Herbert Wohlgemuth durch den Einsatz der Freiwilligen gespart. Außerdem seien für den ersten Abschnitt 7200 Euro an Geld- und Sachspenden zusammengekommen. „Das ist schon wirklich etwas Besonderes, dass Freiwillige sich in dieser Form für eine Anlage der Gemeinde einsetzen“, sagt der Bürgermeister.

Die Gemeinde Morschen könnte die Umgestaltung selbst nicht in diesem Maße stemmen. Neben den Kosten für die Planung steuere die Gemeinde die Geräte des Bauhofs und die Arbeitskraft von dessen Mitarbeitern bei.

Das neue Rondell bildet mit der sogenannten Försterstele aus dem Klosterpark laut Planer Dr. Thomas Büttner den Mittelpunkt, um den in Zukunft die Rasen-Urnengräber angeordnet werden. „Die Menschen in Altmorschen haben sich ihren Friedhof als einen Ort zum Verweilen gewünscht“, sagt Büttner. Deshalb werden im Rondell und an der Wasserstelle auch noch Bänke aufgestellt werden.

Doch damit nicht genug: Als nächstes soll im oberen Teil ein Friedhain entstehen. Die Bäume dafür sind laut Büttner bereits gepflanzt. In diesem Bereich werde nicht jedes einzelne Urnengrab ein Ort des Gedenkens, sondern an einer Art kleinem Brunnen sollen Tafeln an die Verstorbenen erinnern.

Außerdem soll ein weiteres Rondell entstehen. Auch dort werden laut Büttner eine Stele und Bänke stehen - an diesem Platz könne den anonym Bestatteten gedacht werden.

Desweiteren sei ein kleiner Garten geplant. Dort sollen Sternenkinder begraben werden können. Als erstes wird in diesem Bauabschnitt aber der Weg zum alten Urnengrabfeld barrierefrei hergerichtet, sagt Büttner.

Damit die Arbeiten auf dem Friedhof weiter gehen können, werden auch weiterhin dringend Geld- und Sachspenden sowie Arbeitskräfte benötigt.

• Spendenkonten der Gemeinde Morschen: VR-Bank Spangenberg-Morschen DE 195206 3369 0003 2161 10, Kreisparkasse Schwalm-Eder, DE 56 5205 2154 0053 3327 55, Stichwort: Friedhof Altmorschen

Quelle: HNA

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