Entsorgung im Wald ist verboten und schädigt das Ökosystem

Gartenabfälle machen Förstern zu schaffen

Schwalm-Eder. Im Herbst entdecken Förster im Schwalm-Eder-Kreis häufig illegal abgeladene Gartenabfälle im Wald.

Besonders da, wo die Waldflächen gut mit großen überörtlichen Straßen erreichbar seien, würden Menschen Äste, Zweige und Laub aus ihrem Garten entsorgen, sagt Karl Gerhard Nassauer vom Forstamt Jesberg. Die Entsorgung schädige nicht nur das Waldokösystem, sie ist auch noch verboten, betont Nassauer.

Im Wald entlang der A 49 zwischen Borken und Frielendorf würden ganze Wagen- und Hängerladungen von Grünabfällen zu finden sein, so der Forstamtsleiter. Seit Jahren sei keine Besserung in Sicht. „Es ist sicherlich Bequemlichkeit und auch Geiz“, erklärt er sich das Verhalten der Verursacher. Dabei kann die illegale Entsorgung der Gartenabfälle im Wald mit Bußgeldern von 75 bis 3000 Euro oder mehr bestraft werden, sagt Helmut Wagner vom Ordnungsamt Homberg. In diesem und vergangenem Jahr sei kein Bußgeld verhängt worden. Die Verursacher werden nur selten erwischt. Beseitigt werden muss der Abfall trotzdem. Zuständig sei je nach Eigentümer des Waldes die Gemeinde, das Land oder Privatleute, sagt Wagner.

Auch Norbert Alstädt vom Forstamt Neukirchen kennt das Problem, dass besonders im Herbst unerlaubte Komposthaufen im Wald entstehen. Durch die Abfälle aus dem Garten würden unerwünschte Pflanzen in den Wald getragen. Das sei schlecht für das Waldökosystem. „Dabei gibt es mit Kompostierungsanlagen und Grünsammelstellen legale Entsorgungsmöglichkeiten“, sagt er.

In Melsungen würden diese auch bestens genutzt, bestätigt Christian Foet vom Forstamt. „Es werden kaum Gartenabfälle in den Wald geschmissen.“ Die Kompostierungsanlage der Stadt werde sehr gut angenommen. „Die Leute stehen Schlange.“

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Von Nina Thöne

Quelle: HNA

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