1000 Besucher kamen zum Tag der offenen Tür im Asklepios-Klinikum

Zu Gast im Operationssaal

Publikumsmagnet: Dr. Karol Stiebler, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie, und sein Team führten beim Tag der offenen Tür des Ziegenhainer Krankenhauses eine Operation am Kunstknochenmodell vor Publikum vor. Fotos: Heist

Schwalmstadt. Einen Blick hinter die Kulissen des alltäglichen Krankenhausbetriebes gewährte am Samstag das Asklepios-Klinikum Schwalmstadt.

Rund 1000 Besucher kamen zum Tag der offenen Tür und nutzten die Gelegenheit, den Neubau des Klinikums zu besichtigen und sich über die verschiedenen medizinischen Bereiche des Krankenhauses zu informieren.

In Gruppen von bis zu 20 Leuten nahmen die Besucher an den stündlich angebotenen Führungen durch die Klinik teil.

Ein Publikumsmagnet war die Live-Operation an einem künstlichen Knochenmodell. Besucher schauten während des Eingriffs Dr. Karol Stiebler, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie, und seinem Team direkt am Operationstisch über die Schulter. Für all diejenigen, die dort keinen Platz fanden oder sich den Eingriff lieber im Sitzen anschauen wollten, gab es im Flurbereich eine Übertragung per Videoleinwand.

Reger Besucherbetrieb herrschte auch im Bereich der kinderärtzlichen Betreuung und der Geburtshilfe. Kreißsaal, Geburtswanne und Stationszimmer wurden von den Besuchern genauestens inspiziert.

„Man kommt ja sonst nicht hier rein – es sei denn als Patient“, sagte Walter Schwing aus Schwalmstadt, als er sich mit seiner Frau Hanna den Aufwachraum anschaute. Mittels einer Puppe klärten Anästhesisten dort über Vollnarkose und Beatmung auf.

Viele Fragen stellten die Besucher auch zum Thema Herzkatheteruntersuchung. Wie es im Inneren eines Rettungswagens aussieht und welche Rettungsmaßnahmen im Notfall ergriffen werden, demonstrierte ein Team vom DRK Schwalm-Eder.

Rettungssänitäterin Ramona Manthey und Rettungsassistentin Jutta Cloes begrüßten unter anderem eine ganze Jugendfeuerwehrmannschaft im begehbaren Rettungswagen.

Das Interesse sei sehr groß, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen, berichtete Cloes. „Es ist schön, weil man den Kindern ein bisschen die Angst nehmen kann“, sagte sie.

Eine parallel zu den Besichtigungsmöglichkeiten laufende Vortragsreihe der Chefärzte des Klinikums rundete das Angebot ab.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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